Dienstag, 7. Dezember 2010

Warten auf den Rückruf der Telekom - Tag 2 Teil 2

Antwort vom Robot:
(Datum:
  07.12.10 10:46:58)









Sehr geehrter Herr xxxxxxxxx,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Gern kümmern wir uns um Ihr Anliegen. Bitte geben Sie uns
zur Bearbeitung noch etwas Zeit. Sie erhalten so schnell
wie
möglich eine Antwort von uns.

Bei Rückfragen per E-Mail geben Sie bitte unser Zeichen
tco-xxxxxxxxx an.

Mit freundlichen Grüßen

Kundenservice

xxxxxxxxx

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Ihre Mail vom 07.12.2010 10:42:
Name: xxxxxxx xxxxxxx
Str.: xxxxxxxxxx
PLZ/Ort: xxxxxxxxxxx
Vorwahl/RufNr: xxxxxxxxxxxx
>auswahlliste1: sehr verärgert
>kundennummer: xxxxxxxxxxx
>----------------------------------------------------
> Obwohl mir für die Zeit vom 1.10.10-28.2.11 der
>Sozialtarif gewährt wird, sind sowohl in der November- ,
>als auch in der Dezember-Rechnung Gespräche für Oktober
>2010 berechnet worden.
>Die erste Rechnung reklamierte ich bei der Hotline am
>9.11.10, die Dezember-Rechnung reklamierte ich am 4.12.10
>bei der Hotline.
>Bei der ersten Reklamation sagte man mir, dass sich das
>schon irgendwie erledigen würde, bei der zweiten
>Reklamation sagte man mir, dass ich am 6.12.10 auf jeden
>Fall zurück gerufen werden würde, da dann jemand da wäre,
>der sich auskennt. Auf den Rückruf warte ich immer noch.
Da
>ich z.Zt. nicht zuhause bin, habe ich für den Rückruf
meine
>Handynr. (xxxxxxxxxxx) angegeben.
>Für beide Gespräche habe ich mein Einverständnis für eine
>Aufzeichnung gegeben.
>Die erste Rechnung habe ich bereits beglichen, da mir die
>erste Dame sagte, ich würde mit der Dezember-Rechnung eine
>Gutschrift erhalten.
>Wie soll das weiter gehen? Ich war nicht nur im November
>sehr verärgert, sondern meine Verärgerung ist inzwischen
>derartig angestiegen, dass ich mir überlege, den Anschluss
>zu kündigen, da dieses Martyrium,welches man durchleben
>muss, bei jeder neuen Antragstellung schon im Telekom-
Laden
>losgeht und sich dann über mehrere Monate hinzieht. Wenn
>Sie keine Hartz-IV-Kunden wollen, dann schaffen Sie doch
>gefälligst den Sozialtarif ab!
>

Warten auf den Rückruf der Telekom - Tag 2

Warum heisst die Hotline der Telekom Hotline? Weil man als Kunde heiss läuft, bevor ein Problem gelöst wird!

Deshalb habe ich mich vorhin entschlossen, auch noch als dritte Reklamationsmöglichkeit die Online-Reklamation der Telekom-Seite zu nutzen. Da landet meine Reklamation zwar auch wieder bei diesem sog. Kundenservice-Team, das ja nun nicht gerade den Eindruck erweckt, als hätte es ein ernsthaftes Interesse daran, mein Problem zu lösen, aber ich habe nun immerhin jede Möglichkeit genutzt, die mir die Telekom anbietet.

Ich habe ihnen auch vorgeschlagen, den Sozialtarif abzuschaffen, wenn sie nichts mit Hartz-IV-Kunden zu tun haben wollen.

Montag, 6. Dezember 2010

Warten auf den Rückruf der Telekom - Tag 1

Also bis jetzt ist der mir für heute fest versprochene Rückruf der Telekom-Hotline ausgeblieben.

Da ich ja am Ende des Telefonats am Samstag auch die Gelegenheit wahrgenommen habe, das Beratungsgespräch zu beurteilen, habe ich auch angegeben, dass es sich nicht um meinen ersten Anruf bei der Hotline in dieser Angelegenheit handelt, dass das Problem nicht gelöst werden konnte und dass ich einen Rückruf auf meinem Handy wünsche.

Es mag ja schön sein für einsame Menschen, die einen Ansprechpartner brauchen und dann kostenlos die Telekom-Hotline anrufen und mit Maschinen und Menschen plaudern können.

Für jemanden, der nichts kaufen will, sondern ein von der Telekom verursachtes Problem behoben haben möchte, ist es kostenlose Zeitverschwendung, wenn er letztendlich doch mindestens 55 Cent investieren muss, um sich schriftlich an die Telekom zu wenden.

Krass wird es dann werden, wenn ich mich nach monatelangem vertröstet werden von der Hotline schriftlich an die Telekom wende und die dann evtl. behauptet, ich hätte früher reklamieren müssen. Ich glaube nach meinem Gespräch vom Samstag nämlich nicht mehr daran, dass die Damen der Hotline irgendwelche Notizen in der Datei machen. Aber zum Glück sind ja beide Gespräche aufgezeichnet worden - fragt sich nur, wo diese Aufzeichnungen letztendlich landen...

Aber noch ist es nicht soweit. Ein paar Tage werde ich noch warten...

So konnte ich heute zumindest die Gelegenheit nutzen und mein Arbeitszeugnis schriftlich reklamieren ;)

Sonntag, 5. Dezember 2010

Die TELEKOM und ihr Sozialtarif

Der zweite Brief, den ich gestern im Kasten hatte, war meine Dezember-Rechnung der Telekom.

Ich hatte im September, nachdem ich meinen Bewilligungsbescheid von der ARGE erhalten hatte, in einem Telekom-Laden den Sozialtarif beantragt. Schon alleine die Beantragung gleicht einem Martyrium, da man sich erstmal mit allen möglichen "Angeboten" der Verkäufer herumschlagen muss, bevor man dann letztendlich notgedrungen doch das bekommt, weswegen man eigentlich in den Laden gegangen ist: den Sozialtarif (so glaubt man zumindest...). Vor ein paar Jahren hat man mir den Sozialtarif z.B. erst gewährt, nachdem ich mich notgedrungen zu einer Teilnahme an dieser seltsamen "Happy-Digits-Aktion" bereit erklärt hatte, von der ich leider bis heute nicht weiss, wofür sie eigentlich gut ist, ausser, dass ich in bestimmten, vom Preisniveau her leider für einen "Hartzler"  indiskutablen Läden einkaufen müsste, um irgendeine Prämie zu bekommen, die ich nicht brauche.

Anders war es in diesem Jahr. Ich spazierte also Mitte September zu dem Telekom-Laden in der Innenstadt. Im Eingang standen drei Telekom-MitarbeiterInnen und führten eine angeregte Unterhaltung. Ich stellte mich also an einer der Verkaufstheken an. Der Verkäufer war mit Kunden mit einem offenbar schwierigen Problem beschäftigt, schaut nach einer gewissen Zeit mich an, schaut sich im Raum um, sieht, dass alle seiner KollegInnen beschäftigt sind und ruft dann schließlich nach 10 Minuten eine junge Dame aus dieser im Eingangsbereich plaudernden Gruppe her, damit sie mich bedient.

Statt sich um mein Anliegen zu kümmern, machte sie mir erstmal ein "super" Angebot, da sie auf ihrem Bildschirm sah, dass ich wegen meines alten Vertrages noch viel zu viel Cent pro Einheit zahlen würde. Mit dem neuen Angebot würde ich nur die Hälfte zahlen, ob sie das mal gleich für mich ändern soll? Meine Frage, ob denn bei diesem Tarif auch der Sozialtarif gelten würde, bejahte sie. Ich sagte ihr jedoch, dass ich jetzt erstmal für mein bestehendes Tarifmodell den Sozialtarif beantragen möchte und ließ mir von ihr ein Info-Blatt über den anderen Tarif geben. Zuhause bemerkte ich dann, dass ich bei diesem Tarifmodell erstmal verpflichtet bin, für glaub' ich 15,- Euro im Monat zu telefonieren, hierauf würden dann die 6,92 Euro des Sozialtarifs angerechnet. D.h., ich hätte im Monat ca. 8 Euro Gesprächsgebühren. Soviel telefoniere ich jedoch gar nicht, sondern liege immer unter den 6,92 Euro. Soviel zur kundenorientierten Beratung (da fragt man sich, wen denn die Berater und die Callcenter als "Kunde" bezeichnen, den Telekom-Kunden oder die Telekom selbst, denn die sog. "Beratung" zielt ja wohl eher auf Gewinnmaximierung ab, als auf eine wirkliche Wahrnehmung des Kundenanliegens).

Nachdem ich dann noch meine Handy-Nummer und E-mail-Adresse angegeben hatte, da sie dies angeblich brauchen, um mich über den Ablauf der Bewilligungsfrist zu informieren (was bisher immer per Briefpost geschah), konnte ich den Laden endlich verlassen - in der Hoffnung, mit meinem Sozialtarif wäre jetzt alles geregelt. Ich musste dann noch feststellen, dass ich mich mit meiner Unterschrift für die SMS-Benachrichtigung über den Ablauf des Bewilligungszeitraumes eigentlich nur dazu bereit erklärt habe, von der Telekom per SMS Werbung (z.B. über neue Tarifmodelle) zu erhalten. Na ja, erfahrungsgemäß werden jetzt nicht nur E-mail-Spam und Werbebelästigungen auf meinem Festnetzanschluss zunehmen, sondern ich werde auch noch auf dem Handy zugemüllt werden.

Anfang Oktober erhielt ich dann mit Datum vom 29. oder 30. September die Auftragsbestätigung der Telekom für meinen Sozialtarif mit Wirkung vom 1.10.10 - 28.2.11.

Anfang November erhielt ich eine Rechnung, in welcher mir von Ende September bis Mitte Oktober alle Gespräche berechnet wurden - ohne Berücksichtigung des Sozialtarifs ab 1. Oktober. Ich rief also bei der Hotline an, kämpfte mich durch das Menü, erklärte mich mit der Aufzeichnung des Gesprächs einverstanden und erfahre von der Dame der Hotline, nachdem sie mir auch erstmal das Tarifmodell verkaufen wollte, das ich schon im Laden der Telekom abgelehnt habe, dass das wohl ein Irrtum sei und sie davon ausgeht, dass mir das Geld demnächst oder dann in der nächsten Rechnung wieder gutgeschrieben wird. Sollte das nicht der Fall sein, solle ich nochmal die Hotline anrufen, sie (die Dame der Hotline) würde in meiner Datei einen Vermerk darüber machen, dass ich im November reklamiert habe.

Also gut, guten Glaubens an ihre Worte überwies ich erstmal den geforderten Betrag und wartete. Ein paar Tage später kam zwar keine Gutschrift, jedoch per Briefpost ein Info-Schreiben der Telekom in Bonn über den Ablauf des Bewilligungszeitraumes Ende Februar 2011 - dafür hatte ich nun meine Handy-Nummer hergegeben :(( !

Ja, und gestern kam dann wie gesagt die Dezember-Rechnung der Telekom: keine Gutschrift, sondern nochmals die Berechnung zweier Gepräche Ende Oktober - kein Sozialtarif.

Also wieder Hotline, Menue, Einverständniserklärung für die Aufzeichnung des Gesprächs und dann eine Dame, die mir erstmal, weil's ja so bequem ist und Hartz-IV-ler sowieso doof sind, erzählen will, dass ich keinen Sozialtarif beantragt hätte und der alte halt ausgelaufen sei. Nachdem ich ihr gesagt habe, mit welchem Datum meine Auftragsbestätigung für den Sozialtarif versehen war, dass ich bereits vor einem Monat reklamiert hätte und dies eigentlich auch in meiner Datei vermerkt sein müsste, siehe da, da hat sie's plötzlich entdeckt und sagte mir, dass mein Sozialtarif bis Ende Februar gehen würde. SUUUUPER ERKENNTNIS!!!!!!!!!!!!

Sie kam dann letztendlich auch zu der Überzeugung, dass mir da was gutgeschrieben werden müsste, wusste aber leider nicht, wie das geht und vertröstete mich auf Montag. Da würden sie mich dann zurück rufen, weil da dann eine Kollegin da sei, die wüsste, wie das geht.....

Ich nutzte dann noch die Gelegenheit, in einer einminütigen Redezeit mein Problem nochmal der Festplatte des Systems frei mitzuteilen und werde dann morgen sehen, was passiert. Vielleicht habe ich ja bald nur noch ein Handy mit NettoKOM-Karte und keinen Festnetzanschluss der Telekom mehr ;)

Endlich da!

Gestern war es nun endlich - nach knapp drei Monaten - im Briefkasten: mein Zeugnis. (Zurück)datiert auf den 14.09.10 mit Poststempel vom 02.12.10! Leider stehen nur die allgemeinen Aufgaben drin, die jeder in einer Ganztagesbetreuung Beschäftigte hat (ganz zu schweigen davon, dass das Jahr, in dem ich in diesem Projekt meinen Eurojob incl. Verlängerung "abgeleistet" habe, mit keinem Wort erwähnt ist), es steht nichts davon drin, dass ich als einziger des Teams ein Jahr lang den Küchendienst gemacht habe, dass ich ein Jahr lang den Schlüsseldienst hatte, dass ich in einer 9. Klasse Unterrichtsbetreuung gemacht habe, dass ich einen EDV-Raum für jugendliche Stellensuchende betreut habe, dass ich mich täglich um die Post in unserem Fach im Lehrerzimmer gekümmert habe, und schließlich, dass ich die Projektkasse verwaltet habe.

DAFÜR REISST MAN SICH NUN ZWEI JAHRE LANG DEN ARSCH AUF!!!!!!????????????

Naja, was soll's - soll ich mich darüber beschweren und dann in einem weiteren Vierteljahr ein anderes Zeugnis bekommen, wo dann wieder etwas anderes nicht stimmt? Nein, ich bin es jetzt langsam leid - alles in allem ist das Zeugnis gut und hilft mir vielleicht bei meinen Bewerbungen in diesem Bereich, auch wenn ich für das Jahr Eurojob keinerlei Nachweis habe.

Offenbar sind Hartz-IV-ler eben die Deppen der Nation, bei denen man erstmal alles ausprobieren kann, weil die ja eh nix checken.

Doch davon mehr in meinem nächsten Post, in dem ich über meine jüngsten Erfahrungen mit der TELEKOM berichten werde.

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Fertig!

Habe gerade von der Beschäftigungsgesellschaft einen Anruf erhalten, dass mein Zeugnis fertig und abholbereit ist.

Morgen wären es vier Wochen seit meinem letzten Anruf dort gewesen, ich hatte am 5.11. eigentlich gesagt, dass ich mich nach 14 Tagen nochmal rühre, wenn ich nichts von ihnen gehört habe, habe dann jedoch beschlossen, erstmal abzuwarten und wollte dann morgen nach vier Wochen nochmal dort anrufen.

Na ja, nun ist es fertig, bin ja mal gespannt auf den Inhalt. Ich wollte es eigentlich selbst abholen, damit es vom Briefträger nicht geknickt wird, sie haben mich dann heute jedoch noch ein zweites Mal angerufen und mich davon überzeugt, dass sie gute Umschläge hätten und es mir zuschicken würden, damit ich nicht extra nochmal hinkommen muss.

Freitag, 5. November 2010

Noch kein Zeugnis in Sicht

Heute habe ich mal bei der Beschäftigungsgesellschaft angerufen, bei der ich die letzten zwei Jahre in einer Ganztagesbetreuung für Hauptschüler der 4. - 9. Klasse tätig war (und die Tagesabläufe der letzten Wochen meiner Beschäftigung auf diesem Blog mitprotokolliert habe), um zu fragen, wie weit denn mein Zeugnis inzwischen ist.

Ich hatte diese Beschäftigung begonnen im September 2008 als "Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung" (Eurojob), im März 2009 wurde der Eurojob-Vertrag noch um ein weiteres halbes Jahr verlängert und im August 2009 wurde mir dann angeboten, nochmals für ein Jahr im Rahmen einer sog. §16e-Maßnahme zu verlängern (befristst auf ein Jahr mit Möglichkeit der Verlängerung).

Ich hätte dann eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, sagte man mir damals, und da ich dann als bisher Unerfahrener auf dem Gebiet der Kinderbetreuung ein aussagekräftiges Zeugnis bekommen würde, mit dem ich mich dann bewerben könne, wäre diese Beschäftigung DER Strohhalm, an den ich mich klammern solle, um aus der Hartz-IV-Misere heraus zu kommen. Man verschwieg mir jedoch, dass ich keinen Arbeitslosenversicherungsbeitrag entrichten würde bei dieser Art der Eingliederungsförderung und somit nach mehreren Jahren Arbeit keinerlei Anspruch auf Arbeitslosengeld hätte, sondern wieder in Hartz IV landen werde. Man stellte mir auch in Aussicht, dass dieses Vertragsverhältnis beliebig oft verlängert werden könne und dass ich auf diesem Wege sogar die Möglichkeit hätte, nach einiger Zeit direkt von der Stadt, die ja sozusagen die Oberhoheit über die Beschäftigungsgesellschaft hat, fest angestellt zu werden.

Tja, aus einer weiteren Verlängerung wurde dann nichts, da dem Chef dieser Beschäftigungsgesellschaft die 16e-Kräfte zu teuer waren (!?) trotz Fördergelder der ARGE und trotz Fördergelder der bayerischen Staatsregierung für das Ganztagesbetreuungsprojekt selbst. Somit ist also von dem Strohhalm nicht mehr viel übrig geblieben - ausser dem Zeugnis.

So rief ich also heute nach knapp zwei Monaten bei dem für die Zeugniserstellung zuständigen Mitarbeiter der Beschäftigungsgesellschaft an und erkundigte mich nach dem Fortschritt meines Zeugnisses. Ich wunderte mich schon im September, dass ich dieses überhaupt beantragen muss, denn die Erstellung eines Zeugnisses war ja gerade der Köder, mit welchem ich angeworben wurde, ausserdem war der Job befristet - es musste also jedem Beteiligten in der Führungsebene klar sein, zu welchem Termin ich das Zeugnis benötige. Von einer Gesellschaft, die in Kooperation mit der ARGE Menschen wieder ins Berufsleben integrieren soll, sollte man doch erwarten können, dass sie die Dinge, die der Arbeitslose benötigt, um sich zeitnah wieder bewerben zu können, ebenso ernst nimmt, wie sie der Arbeitslose selbst unter Androhung von Sanktionen ernst zu nehmen hat, oder?

Offenbar nicht. Von dem für die Zeugniserstellung zuständigen Mitarbeiter der Beschäftigungsgesellschaft erfuhr ich heute, dass er von meiner ehemaligen Chefin, der Frau K.L. noch nichts bekommen hätte. In der Regel läuft das nämlich so ab, dass die jeweiligen Projektleiter dem für die Zeugniserstellung zuständigen Mitarbeiter eine schriftliche Beurteilung des Arbeitnehmers zusenden, auf deren Grundlage dieser Mitarbeiter dann ein rechtlich korrektes Zeugnis erstellt.

Frau K.L. hatte mir zwar an meinem letzten Arbeitstag gesagt, dass sie länger als drei Wochen für die Erstellung einer aussagekräftigen Beurteilung benötigen würde, dass daraus jedoch mindestens zwei Monate werden würden, hätte ich nicht gedacht. Bin gespannt, was meine Vermittlerin bei der ARGE davon hält.

Montag, 13. September 2010

Der letzte Arbeitstag ...

... und gleichzeitig mein Geburtstag.

Der Herr R.K., dem ich am Donnerstag erzählt hatte, dass ich heute Geburtstag habe, hat mir schon gratuliert. Ebenso der Herr J.B. und sogar Frau K.L., die das nun scheinbar durch Herrn R.K. erfahren hat, obwohl sie es schon seit Jahren aus meinen Personalunterlagen wissen müsste.

Ich sitze wieder hier unten alleine im Selbstlernzentrum (SLZ) als Aufpasser, oben im Teamzimmer ist jetzt Teamsitzung bei Kaffee und Kuchen (der Herr J.B. hatte am Samstag Geburtstag, da habe ich schon auf einer Glückwunschkarte unterschrieben, die werden sie ihm jetzt überreichen...)- da will man mich aber nicht dabei haben, wie ja schon die ganze Zeit nach meinem Urlaub. Meine Kasse habe ich auch noch keinem übergeben, sollte ich laut Aussage von Frau K.L. am Freitag, heute machen, am liebsten mit dem von mir in Excel entwickeltem Kassenbuch (Ich habe aber gesagt, dass ich das schon gelöscht habe - wäre ja noch schöner, ich soll mir ein Jahr lang anschauen, wie andere ihre Freizeit bezahlt bekommen, während ich ihre Arbeit mache und dann wollen sie zur Verbergung ihrer Inkompetenz auch noch mit meinen Arbeitsergebnissen hausieren gehen...).

Die größte Frechheit ist, dass ich ein Jahr lang von Frau A.S. dazu "genötigt" wurde, Geld für die Geburtstagsgeschenke für sämtliche osteuropäischen Kolleginnen herzugeben, denn solange die Damen oder der Teamchef Herr M.B. Geburtstag hatten, musste natürlich immer ein riesiges Fest aus den Teamsitzungen, auf denen man hätte wichtigere Sachen besprechen müssen, gemacht werden.

Tja - so läuft das: wer nicht arbeitet, wird belohnt - wer arbeitet, wird bestraft. Ich dachte, bei einer Beschäftigungsgesellschaft im Hartz-IV-Bereich würde das ähnlich wie in der freien Wirtschaft laufen, nämlich genau umgekehrt, aber da habe ich wohl falsch gedacht. Diese Beschäftigungsgesellschaften müssen sich ihr Geld ja nicht erwirtschaften, sondern sie bekommen es vom Staat bzw. der Kommune. Und wenn das Geld da ist, braucht man sich um Hartz-IV-Gesetze, Arbeitsrecht und solche Dinge nicht kümmern. Wenn man sich dann als Arbeitnehmer bzw. Maßnahmeteilnehmer beschwert, bekommt man wie ich vor ein paar Monaten von Frau K.L. zu hören, dass man einen sehr stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn habe - und alles läuft weiter wie vorher.

Freitag, 3. September 2010

Wissensweitergabe

Frau K.L. empfing mich heute mit der Bitte, demjenigen, der im kommenden Schuljahr die Projektkasse verwalten wird, nächste Woche zu erklären, wie ich das gemacht habe, da sie das ganz toll fand. Ich sagte ihr, dass ich die wichtigen Sachen übergeben werde, dass aber jeder seinen eigenen Stil entwickeln wird. Mir wurde ja auch nichts erklärt, als ich am Schuljahresbeginn die Kasse übernehmen musste. Ich habe auch meine eigene Methodik entwickelt, um der Sache gerecht zu werden.

Frau K.L. wollte dann noch wissen (zum dritten Mal in der letzten Zeit), wie lange ich denn jetzt noch da bin. Ich sagte ihr wieder, dass am 13. September mein letzter Arbeitstag ist. Die Tatsache, dass dies auch mein Geburtstag ist und mir die Beschäftigungsgesellschaft zu diesem Tag die Nichtverlängerung schenkt, ist ihr scheinbar nach zweijähriger Zusammenarbeit immer noch nicht aufgefallen, denn sie sagte dann, dass es auch sein kann, dass ich diese Übergabe der Kasse dann evtl. am Nachmittag des 13. September machen soll.

Seltsamerweise hat Frau A.B. schon zwei Wochen nach Arbeitsantritt im Februar einen Tag Sonderurlaub für ihren Geburtstag und weitere zwei Wochen später nochmal Sonderurlaub für den Geburtstag ihrer 30jährigen Tochter bekommen - mir wurde in den zwei Jahren nicht einmal gratuliert.

Donnerstag, 2. September 2010

Erster Arbeitstag

Gestern war mein erster Arbeitstag nach dem Sommerferienurlaub. Ich erfuhr von Frau K.L., dass der Herr R.K., der kurz vor den Ferien als AGH-E - Kraft angefangen und nach ca. einer Woche einen Arbeitsunfall hatte, der ihn für mehrere Wochen ausser Gefecht setzte, jetzt einen Teil seines Jahresurlaubs genommen habe. Während meines Urlaubs im August hat Herr R.K., soweit mir bekannt ist, die Aufsicht im unteren EDV-Raum beim VIBA-Projekt gehabt.

Hierzu bin ich nun heute für meine restliche Zeit bis 13. September abkommandiert worden, zusammen mit Herrn J.B., der noch bis Ende September hier ist. Frau K.L. sagte mir, dass Frau A.S. auf Honorarbasis im nächsten Schuljahr weiter arbeiten werde, ob die AGH-M - Kräfte weiter verlängert werden würden, wüsste sie selbst noch nicht.

Wie mit meiner ARGE-Vermittlerin im Urlaub abgesprochen (ich musste im Urlaub nach zwei Jahren Arbeit in der städtischen Beschäftigungsgesellschaft wieder völlig neu ALG II beantragen, da ich wärend des letzten Jahres wegen des hohen Verdienstes in der §16e-Arbeitsgelegenheit aus dem Leistungsbezug geflogen bin, jedoch ohne Einzahlungen in die Arbeitslosenversicherung), fragte ich Frau K.L. dann auch nochmal, ob sie irgendeine Möglichkeit der Verlängerung bzw. Weiterbeschäftigung in einem anderen Vertragsverhältnis für mich sehen würde. Die Antwort war wie schon vor den Ferien, jedoch im Ggs. zum Frühjahr, wo es noch hieß, ich bräuchte mir überhaupt keine Sorgen machen, denn ich würde auf jeden Fall verlängert werden, ein klares "nein", da die Ganztagesbetreuung angeblich ein "Draufzahlgeschäft" für diese Beschäftigungsgesellschaft der Stadt sei.

Ab nächster Woche, wenn Frau A.S. , die wie ich seit Anfang August Urlaub hatte, wieder da ist, möchte Frau K.L. dann mit den vorbereitenden Teamgesprächen beginnen - mit den Mitarbeitern, die weiterhin hier arbeiten werden. Im Ggs. zu ihrer Aussage vor den Ferien sagte Frau K.L. gestern, dass ich bei diesen Gesprächen nicht dabei sein muss, ich solle lieber unten im EDV-Raum meinen Dienst tun.

Da ich gestern dann mit Herrn J.B. sechs Stunden ohne einen einzigen Kunden rumgesessen bin und gesurft habe, habe ich mich entschlossen, mal so nach und nach mein seit Juni begonnenes Protokoll und meine handschriftlichen Aufzeichnungen vom Schuljahresbeginn im September 2009 in dieses Blog zu stellen.

Die Posts werde ich zurück datieren auf die jeweiligen Daten der Aufzeichnung.