Gestern war ich im Jobcenter (ehem. ARGE). Ich hatte vor zwei Wochen per email um einen Termin gebeten, um meine Bewerbungskosten für die letzten 12 Kalendermonate einzureichen.
Ich hatte, nachdem ich 2007/2008 ein halbes Jahr arbeitsunfähig erkrankt war und ein anschließendes amtsärztliches Gutachten meine 1994 festgestellten gesundheitlichen Einschränkungen nicht nur bestätigt, sondern sogar übertroffen hatte, aufgrund einer Zuweisung der ARGE als Friedhofsgärtner diese Eurojob-Stelle in der Ganztagsbetreuung der Beschäftigungsgesellschaft dieser Stadt angenommen. Nach einem halben Jahr wurde nochmal um ein halbes Jahr verlängert - mir machte der Job Spaß und mein Arbeitgeber war auch zufrieden. Ausserdem wurde mir gesagt, je länger ich das machen würde, umso größer wären meine Chancen auf eine Festanstellung in diesem Bereich. Als man mir nach einem Jahr Eurojob-Tätigkeit dann anbot, nochmals für ein weiteres Jahr im Rahmen einer §16e-Maßnahme zu verlängern, sagte man mir sogar, dies wäre mein Strohhalm, denn mit dem Zeugnis dieser Beschäftigungsgesellschaft würde ich dann auf jeden Fall eine Stelle finden.
Nach Abschluss dieser Tätigkeit wurde meine Berufsbezeichnung durch meine ARGE-Vermittlerin in "Erzieher" umgeändert. Gleichzeitig wurde ich, da ich ja im Verlaufe der Eurojob-Tätigkeit schwerbehindert wurde, der Schwerbehinderten-Abteilung der ARGE zugeteilt. Hier hatte ich nun seit September 2010 eine Vermittlerin, die dann Bewerbungen in diesem Bereich von mir verlangte. Nachdem ich ein halbes Jahr lang Absagen erhalten hatte, weil die Arbeitsstätten in diesem Bereich ausschließlich Menschen einstellen können, die eine staatlich anerkannte Erzieher-Ausbildung vorweisen können, sprach ich meine Vermittlerin auf den Sinn meiner Bewerbungsaktionen an. "Tja, was wollen wir dann machen?" kommt dann immer zurück. Eine Ausbildung in diesem Bereich käme für mich aufgrund des Lebensalters nicht mehr in Betracht.Ich solle es halt weiter versuchen. Mit meiner Einstellung, dass ich halt Geld vom Staat dafür bekomme, dass ich Bewerbungen schreibe, konnte sie sehr gut leben. Dass mich persönlich dieses "gegen-Windmühlen-rennen" quälen könnte, stand nicht zur Debatte.
Also hatte ich mich ein Jahr lang beworben und wollte nun meine Bewerbungskosten einreichen. Ich hatte mich schon gewundert, dass sich meine Vermittlerin nicht, wie im Mai verabredet worden war, im August bei mir gerührt hatte. Auf meine email hin bekam ich also zu gestern um 11 Uhr eine Einladung, wieder einmal von einer anderen Vermittlerin (jetzt hatte ich ja gerade herausgefunden, worauf meine Vermittlerin Wert legt, sie etwas kennen gelernt, schon ist sie wieder weg - das geht jetzt seit mehr als einem Jahrzehnt so). Und jede neue Vermittlerin testet dich von Grund auf neu durch - also immer wieder Leiter rauf um runter zu fallen, Leiter rauf, um runter zu fallen.....
Um 10.45 Uhr klopfte ich also gestern an die Türe dieser neuen Vermittlerin, um Bescheid zu sagen, dass ich da bin. Ich solle gleich reinkommen, war die Antwort. Sie stand weder auf und stellte sich mir als meine neue Vermittlerin vor (dieses Fünkchen Anstand und Respekt gegenüber dem Mitmenschen hatte zumindest bisher noch jede/r Vermittler/in, den/die ich seit 1994 kennen gelernt hatte, besessen). Ein Platz wurde mir nicht angeboten, sondern noch während ich im Stehen meine Unterlagen aus dem Rucksack holte, fragte sie mich nach Ergebnissen. Ich berichtete ihr von dem Vorstellungsgespräch, welches ich Ende August hatte, jedoch keinerlei Rückmeldung bekam, von anderen Stellen, die sich auf jeden Fall wieder bei mir melden wollten, dies aber nicht getan haben - und auch von den Absagen wegen fehlender Erzieher-Ausbildung.
Hier hakte sie sofort ein, indem sie mir bekundete, dass sie diese Bewerbungen für völlig sinnlos hält und nicht wisse, ob sie mir die anerkennen kann. Ich rollte ihr nochmal kurz wie oben geschildert die Geschichte der letzten drei Jahre auf und fragte sie, warum man mich dann drei Jahre auf diesem Zug fahren lässt. Eine Antwort blieb sie mir schuldig, statt dessen schlug sie mir vor, einen Eurojob zu machen. Ich sagte ihr, dass ich persönlich nicht gerade scharf bin auf einen weiteren Eurojob, der mich eh nicht weiter bringt, dass ich es halt machen würde, wenn sie mich dazu zwingt. Daraufhin schlug sie mir eine einjährige sog. Qualifizierungsmaßnahme im Bereich der Bürokommunikation vor - extra für Schwerbehinderte. (Anm. d. Verf.: So wäre ich dann wieder für ein Jahr aus der Statistik verschwunden - und um nichts anderes geht es beim Fördern und Fordern.) Ich berichtete ihr von meinen Erfahrungen in den Maßnahmen der letzten 17 Jahre, dass ich nämlich meistens den Dozenten im EDV-Unterricht helfen musste, aber für mich persönlich letztendlich nichts dabei herauskam. Natürlich würde ich das jedoch unter Zwang machen.
Also zwang sie mich. Ich hätte jetzt seit einem Jahr nichts mehr gemacht, also müsse ich eines von beiden machen. Ich entschied mich unter Zwang für den Eurojob.
Nun las sie mir ein paar Schulen vor, welche Schulhelfer suchen (von der Stellenbeschreibung sind das scheinbar Hausmeistergehilfenstellen). Da wäre eine gleich bei mir um die Ecke. Tatsächlich gibt es bei mir um die Ecke eine Hauptschule mit dem Namen, den sie mir sagte. Ich willigte ein, sie druckte die Zuweisung aus, gab sie mir und telefonierte mit der Beschäftigungsgesellschaft, die die Stelle vergibt (Das ist dieselbe Gesellschaft, bei der ich auch schon den Betreuungsjob gemacht habe), um einen Vorstellungstermin zu vereinbaren. Während dieses Gesprächs las ich auf der Zuweisung, dass es sich um eine Schule in einem ganz anderen Bezirk handelte: ein Gymnasium mit gleichem Namen wie die Hauptschule bei mir um die Ecke, welches am anderen Ende der Stadt liegt. Ausserdem stellte sich in dem Gespräch heraus, dass diese Stelle höchstwahrscheinlich schon vergeben ist. Na ja, macht nichts, sie schreibt jetzt mal diese Schule auf die Zuweisung, alles andere könne ich dann mit der Beschäftigungsgesellschaft aushandeln. Dass es sich um eine ganz andere Schule handelt, als sie mir sagte, ist halt ein Versehen.
Ihr ging es also nur darum, mich mit möglichst wenig Arbeit wieder für längere Zeit loszuwerden. Rechte? Fehlanzeige.
So - nun musste alles noch in einer Eingliederungsvereinbarung fixiert und mir der Antrag auf ein erweitertes Führungszeugnis ausgehändigt werden, welches ich noch am selben Tag beantragen solle.
Dann endlich nach 45 Minuten wurde mein Anliegen angegangen, weswegen ich eigentlich um den Termin gebeten hatte. Sie schaute den Antrag an (ich hatte 90 Euro eingereicht, schaute kurz auf die erste Seite meiner Liste mit den 58 Bewerbungen und fragte sofort, ob da online-Bewerbungen dabei wären, die dürfe man nicht mit reinrechnen. Ich entgegnete ihr, dass die letzte Vermittlerin, welche den Antrag letztes Jahr ausgestellt hatte, mir sagte, dass es pro schriftlicher Bewerbung 5 Euro und pro email-Bewerbung einen Euro geben würde. Ja gut, ob ich das irgendwie beweisen könne (Der Stapel mit den 58 Anschreiben bzw. Absagen/Bestätigungen lag seit 45 Minuten vor mir auf dem Tisch!). Letztendlich bot ich ihr an, hinter jeder aufgelisteten Stelle mit einem Kürzel zu vermerken, ob es sich um eine schriftliche oder um eine email-Bewerbung gehandelt hat (das haben früher die VermittlerInnen selbst erledigt, zumal es auf dem Vordruck gar keine Spalte für diese Eintragungen gibt). Während ich diese Arbeit erledigte, schaute sie sich die Ausdrucke durch und gab mir dann alles mit den Worten, dass es sechs Wochen dauern werde, bis ich das Geld erhalte, zurück.
Nach 55 Minuten war dann die Vorsprache, bei der mein eigentliches Anliegen drei Minuten in Anspruch genommen hat, beendet und ich fuhr heim, um zu Mittag zu essen.
Um 14 Uhr stand ich dann beim Einwohnermeldeamt für 20 Minuten in einer Warteschlange, um das Führungszeugnis zu beantragen. Der Antrag war von meiner Vermittlerin ausgefüllt worden. Bei einem erweiterten Führungszeugnis gibt es die Versionen "für private Zwecke" und "zur Vorlage bei einer Behörde". Angekreuzt war die zweite Variante, als Behörde war die ARGE bzw. das Jobcenter angegeben, als Arbeitsort eben dieses Gymnasium, von dem ich gehört hatte, dass es dort nichts werden wird. Nun fragte mich die Beamtin des Einwohnermeldeamtes, welche Variante ich beantrage. Ich antwortete ihr, dass ich es so benötige, wie es auf dem Antrag angekreuzt ist. Ob dieser Arbeitsplatz sicher ist, wollte sie dann wissen. Ich berichtete ihr von dem Gespräch, welches ich im Jobcenter mitangehört hatte und aus welchem hervorging, dass es nicht sicher sei, dass ich an gerade dieser Schule arbeiten werde. Dann beantragt sie mir lieber ein Zeugnis für private Zwecke, denn das wird an mich gesendet. Das Zeugnis zur Vorlage bei einer Behörde würde an diese Schule gesendet werden. Es könne allerdings sein, das dieses Zeugnis für private Zwecke dann nicht anerkannt werden würde, es sei zwar auch erweitert, würde aber nicht solange zurück reichen, wie das Zeugnis zur Vorlage bei einer Behörde. (Anm. d. Verf.: Ist schon komisch - der Bürger selbst darf nicht soviel darüber erfahren, was über ihn gespeichert ist, wie z. B. eine Schule !?!?). In diesem Falle müsse ich dann halt nochmal kommen.
Verwundert darüber, dass ich wohl nun auch noch die Arbeit der Behörden erledigen muss, verließ ich das Einwohnermeldeamt in der Hoffnung, dass ich als Beweis meiner Bemühungen (die Antragsformulare, die als Nachweis bei der Behörde verbleiben sollten - steht zumindest drauf - gab man mir wieder mit) zumindest in einer Woche mein privates erweitertes Führungszeugnis bekommen werde.
Am Montag wird dieser Wahnsinn dann weitergehen. Da habe ich mein Vorstellungsgespräch bei der Beschäftigungsgesellschaft.
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Freitag, 14. Oktober 2011
Donnerstag, 30. Juni 2011
Dispokredit
Am 20.06.11 schrieb mir meine Kundenberaterin einen Brief, dessen Kerninhalt ich hier wiedergebe:
... auf Ihrem Girokonto steht Ihnen ein Dispositionskredit zur Verfügung, um planen zu können.
Dieser Dispositionskredit ist frei von festen Rückzahlungsvereinbarungen oder monatlichen Raten, seine Höhe richtet sich nach Ihren monatlich eingehenden Bezügen.
Gerade dadurch bietet er Ihnen eine sichere Kalkulationsgrundlage für Ihre Verfügungen. Über kurzfristige Kontoüberziehungen und deren Rückzahlung entscheiden Sie selbst.
In der letzten Zeit wurden Ihrem Konto wesentlich geringere bzw. keine Gehaltseingänge gutgeschrieben.
Aus diesem Grund würden wir gerne ein Gespräch mit Ihnen führen. ...
Ich antwortete am 27.06.11 mit folgender Email:
... etwas befremdet über Ihr Schreiben lege ich Ihnen kurz meine finanzielle Situation dar:
Seit Mitte 1994 lebe ich von Alg I bzw. Alg II. Dementsprechend ist mein Dispokredit bereits in den 90er Jahren bzw. Anfang des neuen Jahrtausends von ursprünglich ca. 3500,- DM auf 3000,- DM gesenkt worden. Seit der Euroumstellung beträgt mein Dispokredit 1600,- Euro.
Hieran hat sich auch bei der Einführung von Hartz IV im Jahre 2005 nichts geändert, obwohl meine "Gehalts"-eingänge die 800,- Euro-Grenze nie überschritten haben.
Von September 2009 bis September 2010 hatte ich das Glück, in einer etwas besser bezahlten Maßnahme der ARGE tätig sein zu dürfen und hatte während dieses einen Jahres einen monatlichen Geldeingang von ca. 1100,- Euro - mein Dispokredit wurde mir jedoch nicht erhöht, weil auf meinem Konto wesentlich höhere Gehaltseingänge gutgeschrieben wurden.
Seit neun Monaten lebe ich nun wieder von Alg II - wobei der Zahlungseingang aufgrund der Anpassungen wesentlich höher ist als z. B. 2008 - und habe einen monatlichen Geldeingang von ca. einem Drittel weniger als von 09/2009 bis 09/2010, jedoch mehr als in den Jahren vor 2008.
Dass Sie dies als "wesentlich geringeren Geldeingang" bezeichnen, finde ich etwas unglücklich formuliert - mir zu unterstellen, auf meinem Konto "wurden in der letzten Zeit keine Gehaltseingänge gutgeschrieben" ist schlicht und einfach eine Frechheit.
Wenn Sie sich einmal die Mühe machen, falls dies überhaupt möglich ist, meinen Kontoverlauf seit Eröffnung des Kontos Ende der 70er Jahre bei der Kreissparkasse XXXXXXXXXXXXX zu verfolgen, werden Sie feststellen, dass ich in diesen gut 30 Jahren, in welchen ich Kunde der Sparkasse war, immer einen relativ hohen Kontostand hatte (Geld, welches mir nicht verzinst wird, mit dem Sie jedoch arbeiten), in keinem dieser ca. 360 Monate keinen Geldeingang hatte und vor allen Dingen auf den Dispokredit nie zugegriffen habe.
Wenn Ihr System nur niedrigere Geldeingänge bemerkt und darauf reagiert (und noch dazu falsche Tatsachen unterstellt), jedoch nicht auf höhere Zahlungseingänge, so finde ich das schade für Ihre Kunden.
Sollten Sie sich, aus welchen Gründen auch immer, dazu veranlasst fühlen, meinen Dispokredit zu senken bzw. zu streichen, dann tun Sie das - ich sehe in diesem Zusammenhang keinen Anlass für ein Gespräch. ...
Folgende Antwort bekam ich per Email:
... danke für Ihre E-Mail.
Unser System hat uns die Vorschläge von einigen Kunden unterbreitet, deren Dispositionskredit zu reduzieren.
Das Schreiben war ein Standardschreiben, dass nicht unbedingt auf die jeweilige Sitation des Kunden Rücksicht nimmt.
Bei der Durchsicht Ihres Kontos konnte ich, wie Sie selbst beschrieben haben, mit Freude feststellen, dass eine Disporeduzierung nicht nötig ist.
Sehen Sie das Schreiben von uns bitte als erledigt. ...
Da frage ich mich schlicht und einfach, warum es nicht möglich ist, die jeweilige Situation des Kunden zu berücksichtigen, indem man die Sachlage prüft, bevor man Papier vergeudet, sondern den Vorschlägen des Systems vertraut.
Begründet man doch die bevorstehende Umstellung des bisherigen iTAN-Verfahrens auf smsTAN bzw. chipTAN unter anderem auch damit, dass die lästige Papierliste wegfällt - warum werde ich dann ständig mit für mich sinnlosen Briefen belästigt?.
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Mittwoch, 1. Juni 2011
Bestrafung für die Arbeit
Wer mein Blog überflogen hat oder schon mal auf das Label "§16e-Maßnahme" geklickt hat, dem ist bekannt, dass ich von September 2008 bis September 2010 in einer Ganztagesbetreuung gearbeitet habe. Zunächst ein Jahr lang in einem Eurojob, dann als Verlängerung für ein weiteres Jahr in einer §16e-Maßnahme. Da man bei der §16e-Maßnahme nicht wie beim Eurojob nur eine sog. Aufwandsentschädigung von 1,25 Euro pro Stunde erhält, sondern dies eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit ansehnlichem Arbeitsentgeld darstellt, wude der Verwaltungsakt aufgehoben, d. h. ich habe kein Alg2 mehr bezogen. Nach Beendigung der Maßnahme musste ich dann alles wieder ganz neu beantragen, also einen neuen Erstantrag mit allen damit verbundenen Unannehmlichkeiten stellen.
Mein Arbeitsentgeld wurde während der Maßnahme nach TVÖD VKA Gr. 3 Stufe 1 bemessen. Die nächste Stufe wäre im September 2010 fällig gewesen, wenn ich ein weiteres Mal verlängert worden wäre.
Im März 2011 erhielt ich unverhofft eine Verdienstabrechnung von der Beschäftigungsgesellschaft, die die Maßnahme durchführte. Ich war für die zwei Wochen, die ich im September 2010 noch dort arbeitete, in die nächste Stufe (TVÖD VKA Gr. 3 Stufe 2) eingruppiert worden und erhielt daraus resultierend eine Nachzahlung von 424,23 Euro brutto. Da ich meine Lohnsteuerkarte schon längst wieder zurück erhalten hatte und man sich offenbar auch nicht die Mühe machen wollte, diese noch einmal von mir anzufordern, wurde ich kurzer Hand in die ungünstigste Steuerklasse 6 gepackt und somit blieben dann 291,62 Euro netto übrig, die mir überwiesen wurden.
Da ich inzwischen schon lange wieder im Alg2-Bezug war, musste ich diesen Zuverdienst natürlich meiner ARGE melden. Also schickte ich der Leistungsabteilung die Verdienstabrechnung in Kopie zu. Zurück bekam ich ein Schreiben mit dem Titel "Anhörung nach § 24 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB X)", aus welchem ich ein paar Passagen zitiere:
"... nach meinen Erkenntnissen haben Sie Leistungen ... für die Zeit vom 1. März 2011 bis 31. März 2011 in Höhe von 126,77 Euro zu Unrecht bezogen ... Sie haben während des genannten Zeitraumes Einkommen aus Arbeit erzielt."
"Bevor ich eine abschließende Entscheidung treffe, gebe ich Ihnen hiermit Gelegenheit, sich zu dem Sachverhalt zu äußern. ..."
Also mal ehrlich, da kommt man sich wie ein auf frischer Tat ertappter Verbrecher vor, wenn man solch einen Brief erhält, nachdem man die ARGE von sich aus über die Veränderung der Einkommensverhältnisse in Kenntnis gesetzt hat. Aber dafür wurde halt die Hartz-Kommission jahrelang von Steuergeldern bezahlt: um sich Formblätter auszudenken, die den Alg2-Empfänger per se zum Verbrecher erklären. Würde mich mal interessieren, ob diese Kommission von der deutschen Wirtschaft auch solch schöne Aufenthalte in ungarischen Bädern zur Belohnung erhalten hat, wie sie die Wirtschaft ihren besten Mitarbeitern angedeihen lässt.
Aber zurück zum Thema: von diesen 424,23 Euro, die ich erarbeitet hatte im letzten Jahr durfte ich 160,09 Euro behalten, weil sie mir erst in diesem Jahr zuerkannt wurden! Das bleibt übrig von den Anreizen. Ich empfinde das eher als eine Bestrafung dafür, dass man arbeiten gegangen ist.
Als Bestrafung und Ungleichbehandlung empfinde ich auch die zweite Sache, über die ich heute schreibe.
Jeder Alg2-Empfänger erhält den gleichen Regelsatz. Das ist alles schön durchgerechnet worden und reicht den Theoretikern zufolge auch dafür aus, dass man sich auch noch 50 Euro für besondere Fälle zurücklegen kann. Auch seine Praxisgebühren muss man von diesem Geld bezahlen. Offenbar wird davon ausgegangen, dass diese Penner, die zu faul zum Arbeiten sind und stattdessen lieber zum Arzt rennen, um sich krank schreiben zu lassen, dann auch zusehen sollen, wie sie die Gebühr dafür zusammen bekommen.
Nach der Entfernung eines Tumors im März 2010 bin ich zu 60% schwerbehindert. Alle drei Monate muss ich zur Nachsorgeuntersuchung und somit 10 Euro Praxisgebühr entrichten. Über die sog. Chronikerregelung kann ich mich nicht von der Entrichtung dieser Gebühr befreien lassen, da ich als "gesund" gelte. Während der Maßnahme wurde das dadurch ausgeglichen, dass mir weniger Steuern abgezogen wurden, als einem Nicht-Behinderten. Jetzt, unter Hartz IV, bekomme ich genauso viel Geld wie Nicht-Behinderte, obwohl ich im Jahr 40 Euro Praxisgebühr entrichten muss, da ich gezwungen bin, diese Nachsorgeuntersuchungen über mich ergehen zu lassen.
Das ist schon seltsam, aber irgendwie auch wieder charakteristisch für das hier herrschende System: als ich durch Arbeit genug Geld hatte, um diese Gebühren nebenbei zahlen zu können, bekam ich auch noch steuerliche Vorteile, jetzt, wo ich mir sowieso nichts leisten kann, muss ich von diesem Nichts auch noch 40 Euro im Jahr für Praxisgebühren ansparen.
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Donnerstag, 23. Dezember 2010
Arbeitszeugnis aus der § 16e-Maßnahme
Ich hatte ja Anfang des Monats endlich mein Arbeitszeugnis aus der § 16e-Maßnahme, in welcher ich bis 13. September gearbeitet habe, zugeschickt bekommen und am 6. Dezember per e-mail einige Dinge beanstandet.
Mir wurde dann am 6.12. auch sofort eine Nachricht auf den AB gesprochen, worauf hin ich am 9.12. dann nochmal mit dem für die Zeugniserstellung zuständigen Mitarbeiter der Beschäftigungsgesellschaft dieser Stadt telefonisch den Inhalt des Zeugnisses abgesprochen habe.
Am 13.12. brachte ich mein altes Zeugnis zur Personalabteilung zurück und heute habe ich dann eine e-mail von gestern abend entdeckt, in welcher mir der Leiter der Personalabteilung eine Neufassung der Tätigkeitsbeschreibung vorschlägt.
Mit dieser Neufassung bin ich einverstanden. Leider können sie jedoch meine "Eurojob-Zeit" in dieser Tätigkeit in diesem Zeugnis nicht berücksichtigen, weil es sich bei einem Eurojob im Ggs. zur § 16e-Maßnahme nicht um ein Arbeitsverhältnis handelt.
Na ja, darum muss ich mich dann halt gegebenenfalls gesondert kümmern, aber grundsätzlich bin ich froh darüber, dass ich mich gewehrt habe und dass es was gebracht hat.
Mir wurde dann am 6.12. auch sofort eine Nachricht auf den AB gesprochen, worauf hin ich am 9.12. dann nochmal mit dem für die Zeugniserstellung zuständigen Mitarbeiter der Beschäftigungsgesellschaft dieser Stadt telefonisch den Inhalt des Zeugnisses abgesprochen habe.
Am 13.12. brachte ich mein altes Zeugnis zur Personalabteilung zurück und heute habe ich dann eine e-mail von gestern abend entdeckt, in welcher mir der Leiter der Personalabteilung eine Neufassung der Tätigkeitsbeschreibung vorschlägt.
Mit dieser Neufassung bin ich einverstanden. Leider können sie jedoch meine "Eurojob-Zeit" in dieser Tätigkeit in diesem Zeugnis nicht berücksichtigen, weil es sich bei einem Eurojob im Ggs. zur § 16e-Maßnahme nicht um ein Arbeitsverhältnis handelt.
Na ja, darum muss ich mich dann halt gegebenenfalls gesondert kümmern, aber grundsätzlich bin ich froh darüber, dass ich mich gewehrt habe und dass es was gebracht hat.
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Sonntag, 5. Dezember 2010
Endlich da!
Gestern war es nun endlich - nach knapp drei Monaten - im Briefkasten: mein Zeugnis. (Zurück)datiert auf den 14.09.10 mit Poststempel vom 02.12.10! Leider stehen nur die allgemeinen Aufgaben drin, die jeder in einer Ganztagesbetreuung Beschäftigte hat (ganz zu schweigen davon, dass das Jahr, in dem ich in diesem Projekt meinen Eurojob incl. Verlängerung "abgeleistet" habe, mit keinem Wort erwähnt ist), es steht nichts davon drin, dass ich als einziger des Teams ein Jahr lang den Küchendienst gemacht habe, dass ich ein Jahr lang den Schlüsseldienst hatte, dass ich in einer 9. Klasse Unterrichtsbetreuung gemacht habe, dass ich einen EDV-Raum für jugendliche Stellensuchende betreut habe, dass ich mich täglich um die Post in unserem Fach im Lehrerzimmer gekümmert habe, und schließlich, dass ich die Projektkasse verwaltet habe.
DAFÜR REISST MAN SICH NUN ZWEI JAHRE LANG DEN ARSCH AUF!!!!!!????????????
Naja, was soll's - soll ich mich darüber beschweren und dann in einem weiteren Vierteljahr ein anderes Zeugnis bekommen, wo dann wieder etwas anderes nicht stimmt? Nein, ich bin es jetzt langsam leid - alles in allem ist das Zeugnis gut und hilft mir vielleicht bei meinen Bewerbungen in diesem Bereich, auch wenn ich für das Jahr Eurojob keinerlei Nachweis habe.
Offenbar sind Hartz-IV-ler eben die Deppen der Nation, bei denen man erstmal alles ausprobieren kann, weil die ja eh nix checken.
Doch davon mehr in meinem nächsten Post, in dem ich über meine jüngsten Erfahrungen mit der TELEKOM berichten werde.
DAFÜR REISST MAN SICH NUN ZWEI JAHRE LANG DEN ARSCH AUF!!!!!!????????????
Naja, was soll's - soll ich mich darüber beschweren und dann in einem weiteren Vierteljahr ein anderes Zeugnis bekommen, wo dann wieder etwas anderes nicht stimmt? Nein, ich bin es jetzt langsam leid - alles in allem ist das Zeugnis gut und hilft mir vielleicht bei meinen Bewerbungen in diesem Bereich, auch wenn ich für das Jahr Eurojob keinerlei Nachweis habe.
Offenbar sind Hartz-IV-ler eben die Deppen der Nation, bei denen man erstmal alles ausprobieren kann, weil die ja eh nix checken.
Doch davon mehr in meinem nächsten Post, in dem ich über meine jüngsten Erfahrungen mit der TELEKOM berichten werde.
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Donnerstag, 2. Dezember 2010
Fertig!
Habe gerade von der Beschäftigungsgesellschaft einen Anruf erhalten, dass mein Zeugnis fertig und abholbereit ist.
Morgen wären es vier Wochen seit meinem letzten Anruf dort gewesen, ich hatte am 5.11. eigentlich gesagt, dass ich mich nach 14 Tagen nochmal rühre, wenn ich nichts von ihnen gehört habe, habe dann jedoch beschlossen, erstmal abzuwarten und wollte dann morgen nach vier Wochen nochmal dort anrufen.
Na ja, nun ist es fertig, bin ja mal gespannt auf den Inhalt. Ich wollte es eigentlich selbst abholen, damit es vom Briefträger nicht geknickt wird, sie haben mich dann heute jedoch noch ein zweites Mal angerufen und mich davon überzeugt, dass sie gute Umschläge hätten und es mir zuschicken würden, damit ich nicht extra nochmal hinkommen muss.
Morgen wären es vier Wochen seit meinem letzten Anruf dort gewesen, ich hatte am 5.11. eigentlich gesagt, dass ich mich nach 14 Tagen nochmal rühre, wenn ich nichts von ihnen gehört habe, habe dann jedoch beschlossen, erstmal abzuwarten und wollte dann morgen nach vier Wochen nochmal dort anrufen.
Na ja, nun ist es fertig, bin ja mal gespannt auf den Inhalt. Ich wollte es eigentlich selbst abholen, damit es vom Briefträger nicht geknickt wird, sie haben mich dann heute jedoch noch ein zweites Mal angerufen und mich davon überzeugt, dass sie gute Umschläge hätten und es mir zuschicken würden, damit ich nicht extra nochmal hinkommen muss.
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Freitag, 5. November 2010
Noch kein Zeugnis in Sicht
Heute habe ich mal bei der Beschäftigungsgesellschaft angerufen, bei der ich die letzten zwei Jahre in einer Ganztagesbetreuung für Hauptschüler der 4. - 9. Klasse tätig war (und die Tagesabläufe der letzten Wochen meiner Beschäftigung auf diesem Blog mitprotokolliert habe), um zu fragen, wie weit denn mein Zeugnis inzwischen ist.
Ich hatte diese Beschäftigung begonnen im September 2008 als "Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung" (Eurojob), im März 2009 wurde der Eurojob-Vertrag noch um ein weiteres halbes Jahr verlängert und im August 2009 wurde mir dann angeboten, nochmals für ein Jahr im Rahmen einer sog. §16e-Maßnahme zu verlängern (befristst auf ein Jahr mit Möglichkeit der Verlängerung).
Ich hätte dann eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, sagte man mir damals, und da ich dann als bisher Unerfahrener auf dem Gebiet der Kinderbetreuung ein aussagekräftiges Zeugnis bekommen würde, mit dem ich mich dann bewerben könne, wäre diese Beschäftigung DER Strohhalm, an den ich mich klammern solle, um aus der Hartz-IV-Misere heraus zu kommen. Man verschwieg mir jedoch, dass ich keinen Arbeitslosenversicherungsbeitrag entrichten würde bei dieser Art der Eingliederungsförderung und somit nach mehreren Jahren Arbeit keinerlei Anspruch auf Arbeitslosengeld hätte, sondern wieder in Hartz IV landen werde. Man stellte mir auch in Aussicht, dass dieses Vertragsverhältnis beliebig oft verlängert werden könne und dass ich auf diesem Wege sogar die Möglichkeit hätte, nach einiger Zeit direkt von der Stadt, die ja sozusagen die Oberhoheit über die Beschäftigungsgesellschaft hat, fest angestellt zu werden.
Tja, aus einer weiteren Verlängerung wurde dann nichts, da dem Chef dieser Beschäftigungsgesellschaft die 16e-Kräfte zu teuer waren (!?) trotz Fördergelder der ARGE und trotz Fördergelder der bayerischen Staatsregierung für das Ganztagesbetreuungsprojekt selbst. Somit ist also von dem Strohhalm nicht mehr viel übrig geblieben - ausser dem Zeugnis.
So rief ich also heute nach knapp zwei Monaten bei dem für die Zeugniserstellung zuständigen Mitarbeiter der Beschäftigungsgesellschaft an und erkundigte mich nach dem Fortschritt meines Zeugnisses. Ich wunderte mich schon im September, dass ich dieses überhaupt beantragen muss, denn die Erstellung eines Zeugnisses war ja gerade der Köder, mit welchem ich angeworben wurde, ausserdem war der Job befristet - es musste also jedem Beteiligten in der Führungsebene klar sein, zu welchem Termin ich das Zeugnis benötige. Von einer Gesellschaft, die in Kooperation mit der ARGE Menschen wieder ins Berufsleben integrieren soll, sollte man doch erwarten können, dass sie die Dinge, die der Arbeitslose benötigt, um sich zeitnah wieder bewerben zu können, ebenso ernst nimmt, wie sie der Arbeitslose selbst unter Androhung von Sanktionen ernst zu nehmen hat, oder?
Offenbar nicht. Von dem für die Zeugniserstellung zuständigen Mitarbeiter der Beschäftigungsgesellschaft erfuhr ich heute, dass er von meiner ehemaligen Chefin, der Frau K.L. noch nichts bekommen hätte. In der Regel läuft das nämlich so ab, dass die jeweiligen Projektleiter dem für die Zeugniserstellung zuständigen Mitarbeiter eine schriftliche Beurteilung des Arbeitnehmers zusenden, auf deren Grundlage dieser Mitarbeiter dann ein rechtlich korrektes Zeugnis erstellt.
Frau K.L. hatte mir zwar an meinem letzten Arbeitstag gesagt, dass sie länger als drei Wochen für die Erstellung einer aussagekräftigen Beurteilung benötigen würde, dass daraus jedoch mindestens zwei Monate werden würden, hätte ich nicht gedacht. Bin gespannt, was meine Vermittlerin bei der ARGE davon hält.
Ich hatte diese Beschäftigung begonnen im September 2008 als "Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung" (Eurojob), im März 2009 wurde der Eurojob-Vertrag noch um ein weiteres halbes Jahr verlängert und im August 2009 wurde mir dann angeboten, nochmals für ein Jahr im Rahmen einer sog. §16e-Maßnahme zu verlängern (befristst auf ein Jahr mit Möglichkeit der Verlängerung).
Ich hätte dann eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, sagte man mir damals, und da ich dann als bisher Unerfahrener auf dem Gebiet der Kinderbetreuung ein aussagekräftiges Zeugnis bekommen würde, mit dem ich mich dann bewerben könne, wäre diese Beschäftigung DER Strohhalm, an den ich mich klammern solle, um aus der Hartz-IV-Misere heraus zu kommen. Man verschwieg mir jedoch, dass ich keinen Arbeitslosenversicherungsbeitrag entrichten würde bei dieser Art der Eingliederungsförderung und somit nach mehreren Jahren Arbeit keinerlei Anspruch auf Arbeitslosengeld hätte, sondern wieder in Hartz IV landen werde. Man stellte mir auch in Aussicht, dass dieses Vertragsverhältnis beliebig oft verlängert werden könne und dass ich auf diesem Wege sogar die Möglichkeit hätte, nach einiger Zeit direkt von der Stadt, die ja sozusagen die Oberhoheit über die Beschäftigungsgesellschaft hat, fest angestellt zu werden.
Tja, aus einer weiteren Verlängerung wurde dann nichts, da dem Chef dieser Beschäftigungsgesellschaft die 16e-Kräfte zu teuer waren (!?) trotz Fördergelder der ARGE und trotz Fördergelder der bayerischen Staatsregierung für das Ganztagesbetreuungsprojekt selbst. Somit ist also von dem Strohhalm nicht mehr viel übrig geblieben - ausser dem Zeugnis.
So rief ich also heute nach knapp zwei Monaten bei dem für die Zeugniserstellung zuständigen Mitarbeiter der Beschäftigungsgesellschaft an und erkundigte mich nach dem Fortschritt meines Zeugnisses. Ich wunderte mich schon im September, dass ich dieses überhaupt beantragen muss, denn die Erstellung eines Zeugnisses war ja gerade der Köder, mit welchem ich angeworben wurde, ausserdem war der Job befristet - es musste also jedem Beteiligten in der Führungsebene klar sein, zu welchem Termin ich das Zeugnis benötige. Von einer Gesellschaft, die in Kooperation mit der ARGE Menschen wieder ins Berufsleben integrieren soll, sollte man doch erwarten können, dass sie die Dinge, die der Arbeitslose benötigt, um sich zeitnah wieder bewerben zu können, ebenso ernst nimmt, wie sie der Arbeitslose selbst unter Androhung von Sanktionen ernst zu nehmen hat, oder?
Offenbar nicht. Von dem für die Zeugniserstellung zuständigen Mitarbeiter der Beschäftigungsgesellschaft erfuhr ich heute, dass er von meiner ehemaligen Chefin, der Frau K.L. noch nichts bekommen hätte. In der Regel läuft das nämlich so ab, dass die jeweiligen Projektleiter dem für die Zeugniserstellung zuständigen Mitarbeiter eine schriftliche Beurteilung des Arbeitnehmers zusenden, auf deren Grundlage dieser Mitarbeiter dann ein rechtlich korrektes Zeugnis erstellt.
Frau K.L. hatte mir zwar an meinem letzten Arbeitstag gesagt, dass sie länger als drei Wochen für die Erstellung einer aussagekräftigen Beurteilung benötigen würde, dass daraus jedoch mindestens zwei Monate werden würden, hätte ich nicht gedacht. Bin gespannt, was meine Vermittlerin bei der ARGE davon hält.
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Montag, 13. September 2010
Der letzte Arbeitstag ...
... und gleichzeitig mein Geburtstag.
Der Herr R.K., dem ich am Donnerstag erzählt hatte, dass ich heute Geburtstag habe, hat mir schon gratuliert. Ebenso der Herr J.B. und sogar Frau K.L., die das nun scheinbar durch Herrn R.K. erfahren hat, obwohl sie es schon seit Jahren aus meinen Personalunterlagen wissen müsste.
Ich sitze wieder hier unten alleine im Selbstlernzentrum (SLZ) als Aufpasser, oben im Teamzimmer ist jetzt Teamsitzung bei Kaffee und Kuchen (der Herr J.B. hatte am Samstag Geburtstag, da habe ich schon auf einer Glückwunschkarte unterschrieben, die werden sie ihm jetzt überreichen...)- da will man mich aber nicht dabei haben, wie ja schon die ganze Zeit nach meinem Urlaub. Meine Kasse habe ich auch noch keinem übergeben, sollte ich laut Aussage von Frau K.L. am Freitag, heute machen, am liebsten mit dem von mir in Excel entwickeltem Kassenbuch (Ich habe aber gesagt, dass ich das schon gelöscht habe - wäre ja noch schöner, ich soll mir ein Jahr lang anschauen, wie andere ihre Freizeit bezahlt bekommen, während ich ihre Arbeit mache und dann wollen sie zur Verbergung ihrer Inkompetenz auch noch mit meinen Arbeitsergebnissen hausieren gehen...).
Die größte Frechheit ist, dass ich ein Jahr lang von Frau A.S. dazu "genötigt" wurde, Geld für die Geburtstagsgeschenke für sämtliche osteuropäischen Kolleginnen herzugeben, denn solange die Damen oder der Teamchef Herr M.B. Geburtstag hatten, musste natürlich immer ein riesiges Fest aus den Teamsitzungen, auf denen man hätte wichtigere Sachen besprechen müssen, gemacht werden.
Tja - so läuft das: wer nicht arbeitet, wird belohnt - wer arbeitet, wird bestraft. Ich dachte, bei einer Beschäftigungsgesellschaft im Hartz-IV-Bereich würde das ähnlich wie in der freien Wirtschaft laufen, nämlich genau umgekehrt, aber da habe ich wohl falsch gedacht. Diese Beschäftigungsgesellschaften müssen sich ihr Geld ja nicht erwirtschaften, sondern sie bekommen es vom Staat bzw. der Kommune. Und wenn das Geld da ist, braucht man sich um Hartz-IV-Gesetze, Arbeitsrecht und solche Dinge nicht kümmern. Wenn man sich dann als Arbeitnehmer bzw. Maßnahmeteilnehmer beschwert, bekommt man wie ich vor ein paar Monaten von Frau K.L. zu hören, dass man einen sehr stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn habe - und alles läuft weiter wie vorher.
Der Herr R.K., dem ich am Donnerstag erzählt hatte, dass ich heute Geburtstag habe, hat mir schon gratuliert. Ebenso der Herr J.B. und sogar Frau K.L., die das nun scheinbar durch Herrn R.K. erfahren hat, obwohl sie es schon seit Jahren aus meinen Personalunterlagen wissen müsste.
Ich sitze wieder hier unten alleine im Selbstlernzentrum (SLZ) als Aufpasser, oben im Teamzimmer ist jetzt Teamsitzung bei Kaffee und Kuchen (der Herr J.B. hatte am Samstag Geburtstag, da habe ich schon auf einer Glückwunschkarte unterschrieben, die werden sie ihm jetzt überreichen...)- da will man mich aber nicht dabei haben, wie ja schon die ganze Zeit nach meinem Urlaub. Meine Kasse habe ich auch noch keinem übergeben, sollte ich laut Aussage von Frau K.L. am Freitag, heute machen, am liebsten mit dem von mir in Excel entwickeltem Kassenbuch (Ich habe aber gesagt, dass ich das schon gelöscht habe - wäre ja noch schöner, ich soll mir ein Jahr lang anschauen, wie andere ihre Freizeit bezahlt bekommen, während ich ihre Arbeit mache und dann wollen sie zur Verbergung ihrer Inkompetenz auch noch mit meinen Arbeitsergebnissen hausieren gehen...).
Die größte Frechheit ist, dass ich ein Jahr lang von Frau A.S. dazu "genötigt" wurde, Geld für die Geburtstagsgeschenke für sämtliche osteuropäischen Kolleginnen herzugeben, denn solange die Damen oder der Teamchef Herr M.B. Geburtstag hatten, musste natürlich immer ein riesiges Fest aus den Teamsitzungen, auf denen man hätte wichtigere Sachen besprechen müssen, gemacht werden.
Tja - so läuft das: wer nicht arbeitet, wird belohnt - wer arbeitet, wird bestraft. Ich dachte, bei einer Beschäftigungsgesellschaft im Hartz-IV-Bereich würde das ähnlich wie in der freien Wirtschaft laufen, nämlich genau umgekehrt, aber da habe ich wohl falsch gedacht. Diese Beschäftigungsgesellschaften müssen sich ihr Geld ja nicht erwirtschaften, sondern sie bekommen es vom Staat bzw. der Kommune. Und wenn das Geld da ist, braucht man sich um Hartz-IV-Gesetze, Arbeitsrecht und solche Dinge nicht kümmern. Wenn man sich dann als Arbeitnehmer bzw. Maßnahmeteilnehmer beschwert, bekommt man wie ich vor ein paar Monaten von Frau K.L. zu hören, dass man einen sehr stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn habe - und alles läuft weiter wie vorher.
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Freitag, 3. September 2010
Wissensweitergabe
Frau K.L. empfing mich heute mit der Bitte, demjenigen, der im kommenden Schuljahr die Projektkasse verwalten wird, nächste Woche zu erklären, wie ich das gemacht habe, da sie das ganz toll fand. Ich sagte ihr, dass ich die wichtigen Sachen übergeben werde, dass aber jeder seinen eigenen Stil entwickeln wird. Mir wurde ja auch nichts erklärt, als ich am Schuljahresbeginn die Kasse übernehmen musste. Ich habe auch meine eigene Methodik entwickelt, um der Sache gerecht zu werden.
Frau K.L. wollte dann noch wissen (zum dritten Mal in der letzten Zeit), wie lange ich denn jetzt noch da bin. Ich sagte ihr wieder, dass am 13. September mein letzter Arbeitstag ist. Die Tatsache, dass dies auch mein Geburtstag ist und mir die Beschäftigungsgesellschaft zu diesem Tag die Nichtverlängerung schenkt, ist ihr scheinbar nach zweijähriger Zusammenarbeit immer noch nicht aufgefallen, denn sie sagte dann, dass es auch sein kann, dass ich diese Übergabe der Kasse dann evtl. am Nachmittag des 13. September machen soll.
Seltsamerweise hat Frau A.B. schon zwei Wochen nach Arbeitsantritt im Februar einen Tag Sonderurlaub für ihren Geburtstag und weitere zwei Wochen später nochmal Sonderurlaub für den Geburtstag ihrer 30jährigen Tochter bekommen - mir wurde in den zwei Jahren nicht einmal gratuliert.
Frau K.L. wollte dann noch wissen (zum dritten Mal in der letzten Zeit), wie lange ich denn jetzt noch da bin. Ich sagte ihr wieder, dass am 13. September mein letzter Arbeitstag ist. Die Tatsache, dass dies auch mein Geburtstag ist und mir die Beschäftigungsgesellschaft zu diesem Tag die Nichtverlängerung schenkt, ist ihr scheinbar nach zweijähriger Zusammenarbeit immer noch nicht aufgefallen, denn sie sagte dann, dass es auch sein kann, dass ich diese Übergabe der Kasse dann evtl. am Nachmittag des 13. September machen soll.
Seltsamerweise hat Frau A.B. schon zwei Wochen nach Arbeitsantritt im Februar einen Tag Sonderurlaub für ihren Geburtstag und weitere zwei Wochen später nochmal Sonderurlaub für den Geburtstag ihrer 30jährigen Tochter bekommen - mir wurde in den zwei Jahren nicht einmal gratuliert.
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Donnerstag, 2. September 2010
Erster Arbeitstag
Gestern war mein erster Arbeitstag nach dem Sommerferienurlaub. Ich erfuhr von Frau K.L., dass der Herr R.K., der kurz vor den Ferien als AGH-E - Kraft angefangen und nach ca. einer Woche einen Arbeitsunfall hatte, der ihn für mehrere Wochen ausser Gefecht setzte, jetzt einen Teil seines Jahresurlaubs genommen habe. Während meines Urlaubs im August hat Herr R.K., soweit mir bekannt ist, die Aufsicht im unteren EDV-Raum beim VIBA-Projekt gehabt.
Hierzu bin ich nun heute für meine restliche Zeit bis 13. September abkommandiert worden, zusammen mit Herrn J.B., der noch bis Ende September hier ist. Frau K.L. sagte mir, dass Frau A.S. auf Honorarbasis im nächsten Schuljahr weiter arbeiten werde, ob die AGH-M - Kräfte weiter verlängert werden würden, wüsste sie selbst noch nicht.
Wie mit meiner ARGE-Vermittlerin im Urlaub abgesprochen (ich musste im Urlaub nach zwei Jahren Arbeit in der städtischen Beschäftigungsgesellschaft wieder völlig neu ALG II beantragen, da ich wärend des letzten Jahres wegen des hohen Verdienstes in der §16e-Arbeitsgelegenheit aus dem Leistungsbezug geflogen bin, jedoch ohne Einzahlungen in die Arbeitslosenversicherung), fragte ich Frau K.L. dann auch nochmal, ob sie irgendeine Möglichkeit der Verlängerung bzw. Weiterbeschäftigung in einem anderen Vertragsverhältnis für mich sehen würde. Die Antwort war wie schon vor den Ferien, jedoch im Ggs. zum Frühjahr, wo es noch hieß, ich bräuchte mir überhaupt keine Sorgen machen, denn ich würde auf jeden Fall verlängert werden, ein klares "nein", da die Ganztagesbetreuung angeblich ein "Draufzahlgeschäft" für diese Beschäftigungsgesellschaft der Stadt sei.
Ab nächster Woche, wenn Frau A.S. , die wie ich seit Anfang August Urlaub hatte, wieder da ist, möchte Frau K.L. dann mit den vorbereitenden Teamgesprächen beginnen - mit den Mitarbeitern, die weiterhin hier arbeiten werden. Im Ggs. zu ihrer Aussage vor den Ferien sagte Frau K.L. gestern, dass ich bei diesen Gesprächen nicht dabei sein muss, ich solle lieber unten im EDV-Raum meinen Dienst tun.
Da ich gestern dann mit Herrn J.B. sechs Stunden ohne einen einzigen Kunden rumgesessen bin und gesurft habe, habe ich mich entschlossen, mal so nach und nach mein seit Juni begonnenes Protokoll und meine handschriftlichen Aufzeichnungen vom Schuljahresbeginn im September 2009 in dieses Blog zu stellen.
Die Posts werde ich zurück datieren auf die jeweiligen Daten der Aufzeichnung.
Hierzu bin ich nun heute für meine restliche Zeit bis 13. September abkommandiert worden, zusammen mit Herrn J.B., der noch bis Ende September hier ist. Frau K.L. sagte mir, dass Frau A.S. auf Honorarbasis im nächsten Schuljahr weiter arbeiten werde, ob die AGH-M - Kräfte weiter verlängert werden würden, wüsste sie selbst noch nicht.
Wie mit meiner ARGE-Vermittlerin im Urlaub abgesprochen (ich musste im Urlaub nach zwei Jahren Arbeit in der städtischen Beschäftigungsgesellschaft wieder völlig neu ALG II beantragen, da ich wärend des letzten Jahres wegen des hohen Verdienstes in der §16e-Arbeitsgelegenheit aus dem Leistungsbezug geflogen bin, jedoch ohne Einzahlungen in die Arbeitslosenversicherung), fragte ich Frau K.L. dann auch nochmal, ob sie irgendeine Möglichkeit der Verlängerung bzw. Weiterbeschäftigung in einem anderen Vertragsverhältnis für mich sehen würde. Die Antwort war wie schon vor den Ferien, jedoch im Ggs. zum Frühjahr, wo es noch hieß, ich bräuchte mir überhaupt keine Sorgen machen, denn ich würde auf jeden Fall verlängert werden, ein klares "nein", da die Ganztagesbetreuung angeblich ein "Draufzahlgeschäft" für diese Beschäftigungsgesellschaft der Stadt sei.
Ab nächster Woche, wenn Frau A.S. , die wie ich seit Anfang August Urlaub hatte, wieder da ist, möchte Frau K.L. dann mit den vorbereitenden Teamgesprächen beginnen - mit den Mitarbeitern, die weiterhin hier arbeiten werden. Im Ggs. zu ihrer Aussage vor den Ferien sagte Frau K.L. gestern, dass ich bei diesen Gesprächen nicht dabei sein muss, ich solle lieber unten im EDV-Raum meinen Dienst tun.
Da ich gestern dann mit Herrn J.B. sechs Stunden ohne einen einzigen Kunden rumgesessen bin und gesurft habe, habe ich mich entschlossen, mal so nach und nach mein seit Juni begonnenes Protokoll und meine handschriftlichen Aufzeichnungen vom Schuljahresbeginn im September 2009 in dieses Blog zu stellen.
Die Posts werde ich zurück datieren auf die jeweiligen Daten der Aufzeichnung.
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Donnerstag, 29. Juli 2010
Die Damen feiern, die Männer arbeiten
Heute ist die Abschiedsfeier für die Schulrektorin, zu der ursprünglich das ganze "Team" eingeladen war.
Um 10:20 Uhr kommen Frau K.L. und Herr M.B. unter Aufräumvorwänden kurz ins SLZ, sagen hinsichtlich der Feier jedoch kein Wort zu mir.
Um ca. 12:00 Uhr kommt Herr M.B. rein, sagt zu mir „Wachablösung“ und ich solle ins HKH, da ich den einzigen Schlüssel habe und der Herr K.V. auch noch nicht da sei. Ich gehe ins HKH, lasse die Kinder, die schon warten, herein. Herr J.B. ist nicht da, die Kolleginnen aus R***land sowieso nicht. Die Kinder erzählen mir, dass Herr K.B. in der Aula Kinder ruhig hält, dass sie selbst (die Kinder der 5a) nicht zu der Feier eingeladen seien.
Ca. 12:10 Uhr sehe ich Herrn M.B. wieder über den Schulhof laufen, geht in die Schule, wahrscheinlich in die Aula zur Feier.
Ca. 12:15 Uhr kommt Herr K.V., dem ich mitteile, was ich weiss. Er sagt, dass er auch dachte, dass er zusammen mit einem weiteren Betreuer auf die Kinder im HKH aufpassen soll, dass er aber mit den Kindern, die jetzt da sind, klarkommen würde.
Ich gehe wieder in das SLZ in das Hauptgebäude, um meinen VIBA-Dienst fortzusetzen. Das SLZ ist nicht von einem Betreuer besetzt (von wegen Wachablösung…).
Nach 14:00 Uhr treffe ich beim Essen kaufen für die Pause den Herrn J.B. mit ein paar Kids. Er erzählt mir, dass in der Aula immer noch gefeiert wird, dass dort gerade Essen angeliefert wurde, dass er mit Herrn K.B. und Herrn K.V. die Kids in der GTB betreut. Die drei Männer waren auch mittags mit den Kids in der Kantine (deshalb waren die Kolleginnen aus R***land so stark dafür, heute kein Essen in die GTB liefern zu lassen, denn sonst hätte Frau A.B. ja Küchendienst machen müssen).
Gegen 14:40 Uhr komme ich ins HKH zurück. Frau A.S. steht davor, unterhält sich mit Herrn K.V.. Frau E.T. und Frau A.B. kommen ca. 5min. später, gehen kurz ins HKH, um einige Sachen heraus zu holen, gehen wieder raus, wobei sie sich scheinbar gegenseitig stützen. Gegen 15:00 Uhr gehen dann alle drei Russinnen in das Hauptgebäude. Wir Männer bleiben mit den Kids zurück, Herr K.B. schickt sie jedoch nach und nach heim. Gegen 15:15 Uhr gehen Herr K.B. und Herr K.V. heim, Herr J.B. in das Hauptgebäude, wo auch ich um ca. 15:20 Uhr hingehe.
Frau A.S., Frau E.T. und Frau A.B. geben bei Frau K.L. ihre Schlüssel ab, Frau E.T. und Frau A.B. gehen dann gegen 15:30 Uhr heim. Gegen 15:45 Uhr kommt Frau K.L. ins Büro, wo noch Frau A.S., Herr J.B., Herr M.B. und ich sitzen. Auf die Frage von Frau K.L., wie uns die Feier gefallen hat, berichten dann Frau A.S. und Herr M.B. einige schöne Dinge von der Feier, auf der ja vom Team nur die drei Kolleginnen aus R***land für drei Stunden waren, während die Männer die Arbeit machen mussten, anstatt dass man sich einmal abwechselt. Ich habe dieses Gespräch nicht lange ausgehalten und gehe um 16:00 Uhr.
Um 10:20 Uhr kommen Frau K.L. und Herr M.B. unter Aufräumvorwänden kurz ins SLZ, sagen hinsichtlich der Feier jedoch kein Wort zu mir.
Um ca. 12:00 Uhr kommt Herr M.B. rein, sagt zu mir „Wachablösung“ und ich solle ins HKH, da ich den einzigen Schlüssel habe und der Herr K.V. auch noch nicht da sei. Ich gehe ins HKH, lasse die Kinder, die schon warten, herein. Herr J.B. ist nicht da, die Kolleginnen aus R***land sowieso nicht. Die Kinder erzählen mir, dass Herr K.B. in der Aula Kinder ruhig hält, dass sie selbst (die Kinder der 5a) nicht zu der Feier eingeladen seien.
Ca. 12:10 Uhr sehe ich Herrn M.B. wieder über den Schulhof laufen, geht in die Schule, wahrscheinlich in die Aula zur Feier.
Ca. 12:15 Uhr kommt Herr K.V., dem ich mitteile, was ich weiss. Er sagt, dass er auch dachte, dass er zusammen mit einem weiteren Betreuer auf die Kinder im HKH aufpassen soll, dass er aber mit den Kindern, die jetzt da sind, klarkommen würde.
Ich gehe wieder in das SLZ in das Hauptgebäude, um meinen VIBA-Dienst fortzusetzen. Das SLZ ist nicht von einem Betreuer besetzt (von wegen Wachablösung…).
Nach 14:00 Uhr treffe ich beim Essen kaufen für die Pause den Herrn J.B. mit ein paar Kids. Er erzählt mir, dass in der Aula immer noch gefeiert wird, dass dort gerade Essen angeliefert wurde, dass er mit Herrn K.B. und Herrn K.V. die Kids in der GTB betreut. Die drei Männer waren auch mittags mit den Kids in der Kantine (deshalb waren die Kolleginnen aus R***land so stark dafür, heute kein Essen in die GTB liefern zu lassen, denn sonst hätte Frau A.B. ja Küchendienst machen müssen).
Gegen 14:40 Uhr komme ich ins HKH zurück. Frau A.S. steht davor, unterhält sich mit Herrn K.V.. Frau E.T. und Frau A.B. kommen ca. 5min. später, gehen kurz ins HKH, um einige Sachen heraus zu holen, gehen wieder raus, wobei sie sich scheinbar gegenseitig stützen. Gegen 15:00 Uhr gehen dann alle drei Russinnen in das Hauptgebäude. Wir Männer bleiben mit den Kids zurück, Herr K.B. schickt sie jedoch nach und nach heim. Gegen 15:15 Uhr gehen Herr K.B. und Herr K.V. heim, Herr J.B. in das Hauptgebäude, wo auch ich um ca. 15:20 Uhr hingehe.
Frau A.S., Frau E.T. und Frau A.B. geben bei Frau K.L. ihre Schlüssel ab, Frau E.T. und Frau A.B. gehen dann gegen 15:30 Uhr heim. Gegen 15:45 Uhr kommt Frau K.L. ins Büro, wo noch Frau A.S., Herr J.B., Herr M.B. und ich sitzen. Auf die Frage von Frau K.L., wie uns die Feier gefallen hat, berichten dann Frau A.S. und Herr M.B. einige schöne Dinge von der Feier, auf der ja vom Team nur die drei Kolleginnen aus R***land für drei Stunden waren, während die Männer die Arbeit machen mussten, anstatt dass man sich einmal abwechselt. Ich habe dieses Gespräch nicht lange ausgehalten und gehe um 16:00 Uhr.
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Mittwoch, 28. Juli 2010
Arbeiten für die anderen?
Nachdem ich morgens bei Herrn M.B. nachgefragt hatte, besorge ich mir über Frau K.L. im Sekretariat einen Vorschuss, damit wir Essen gehen können, was wir dann um 12:30 Uhr auch tun, nachdem Frau A.S. um 12:00 Uhr aufgetaucht ist. Wir setzen uns in ein Thai-Restaurant, obwohl die meisten der Kinder nicht mögen. Die drei Kolleginnen aus R***land natürlich nebeneinander zu dritt in der hintersten Ecke des Gastraumes.
Danach setzen sich die drei Kolleginnen aus R***land wieder zu dritt an ihren Tisch im HKH und unterhalten sich teilweise in ihrer Landessprache, die Männer kümmern sich um die Kinder.
Irgendwann gesellt sich auch Herr M.B. zu ihnen, sie plaudern eine Weile und die Russinnen gehen dann um 15:00 Uhr mit der Erlaubnis von Herrn M.B. heim, der noch lustig hinterher ruft, dass sie trotzdem Arbeitszeit bis 16:00 Uhr in der Arbeitszeitkarte schreiben können.
Gegen 12:00 Uhr kommt Frau M.S. ins HKH, fragt mich, ob ich ihre Spülmaschine schon ausgeräumt habe. Ich verneine und sage ihr, dass wir heute kein Kantinenessen bekommen und es für mich deshalb auch keine Veranlassung gibt, in die Küche zu schauen. Sie sagt noch, dass die Maschine in letzter Zeit öfter nicht ausgeräumt ist, ich wiederhole, dass ich am Donnerstag keinen Küchendienst mache und auch Freitag nicht ins HKH gehe, wenn ich die Warmhaltebehälter schon am Donnerstag gereinigt habe.
Frau M.S. meint dann, dass sie dann jetzt halt die Spülmaschine ausräumt, geht hoch und kommt gleich wieder mit einer leeren Karaffe hinunter, geht zur Schule hinüber.
Als wir gegen 14:00 Uhr vom Thailänder zurückkommen, schaue ich in die Küche, die Spülmaschine ist offen, aber nicht ausgeräumt. Ich lasse die Küche so, wie Frau M.S. sie hinterlassen hat, öffne sie auch nicht für die Kinder, damit alles so bleibt, wie es war.
Danach setzen sich die drei Kolleginnen aus R***land wieder zu dritt an ihren Tisch im HKH und unterhalten sich teilweise in ihrer Landessprache, die Männer kümmern sich um die Kinder.
Irgendwann gesellt sich auch Herr M.B. zu ihnen, sie plaudern eine Weile und die Russinnen gehen dann um 15:00 Uhr mit der Erlaubnis von Herrn M.B. heim, der noch lustig hinterher ruft, dass sie trotzdem Arbeitszeit bis 16:00 Uhr in der Arbeitszeitkarte schreiben können.
Gegen 12:00 Uhr kommt Frau M.S. ins HKH, fragt mich, ob ich ihre Spülmaschine schon ausgeräumt habe. Ich verneine und sage ihr, dass wir heute kein Kantinenessen bekommen und es für mich deshalb auch keine Veranlassung gibt, in die Küche zu schauen. Sie sagt noch, dass die Maschine in letzter Zeit öfter nicht ausgeräumt ist, ich wiederhole, dass ich am Donnerstag keinen Küchendienst mache und auch Freitag nicht ins HKH gehe, wenn ich die Warmhaltebehälter schon am Donnerstag gereinigt habe.
Frau M.S. meint dann, dass sie dann jetzt halt die Spülmaschine ausräumt, geht hoch und kommt gleich wieder mit einer leeren Karaffe hinunter, geht zur Schule hinüber.
Als wir gegen 14:00 Uhr vom Thailänder zurückkommen, schaue ich in die Küche, die Spülmaschine ist offen, aber nicht ausgeräumt. Ich lasse die Küche so, wie Frau M.S. sie hinterlassen hat, öffne sie auch nicht für die Kinder, damit alles so bleibt, wie es war.
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Dienstag, 27. Juli 2010
R***ische Lehrerinnen an die Macht?!
Ich bekomme mit, dass Frau A.S. davon ausgeht, dass die drei Kolleginnen aus R***land am Donnerstag auf die Abschiedsfeier für die Rektorin gehen – und die Männer für die Kinder im HKH bleiben sollen.
Nachmittags setzen sich die drei Damen wieder in ihre Ecke, die Männer kümmern sich um die Kinder.
Frau A.S. beeinflusst Herrn M.B. dahingehend, morgen ein Abschiedsessen für die Kinder zu geben, also das Kantinenessen abzubestellen und stattdessen zu einer Döner-Bude oder einem Asia-Snack zu gehen. Herr M.B. überlässt ihr die freie Entscheidung. Über Geld redet mit mir, der ich an dem Gespräch nicht beteiligt war, niemand. Daran, dass man vielleicht die Kinder bzw. die Eltern vorher informieren sollte, denkt natürlich auch niemand. Es ist ja inzwischen auch Usus, da die Betreuerinnen um 15:00 Uhr Feierabend machen wollen, die Kinder ohne Wissen der Eltern - es ist kein Hitzefrei - um 15:00 Uhr nach Hause zu schicken.
Die Damen gehen wieder um 15:00 Uhr, wir Männer beaufsichtigen den Rest der Kinder bis 16:00 Uhr.
Nachmittags setzen sich die drei Damen wieder in ihre Ecke, die Männer kümmern sich um die Kinder.
Frau A.S. beeinflusst Herrn M.B. dahingehend, morgen ein Abschiedsessen für die Kinder zu geben, also das Kantinenessen abzubestellen und stattdessen zu einer Döner-Bude oder einem Asia-Snack zu gehen. Herr M.B. überlässt ihr die freie Entscheidung. Über Geld redet mit mir, der ich an dem Gespräch nicht beteiligt war, niemand. Daran, dass man vielleicht die Kinder bzw. die Eltern vorher informieren sollte, denkt natürlich auch niemand. Es ist ja inzwischen auch Usus, da die Betreuerinnen um 15:00 Uhr Feierabend machen wollen, die Kinder ohne Wissen der Eltern - es ist kein Hitzefrei - um 15:00 Uhr nach Hause zu schicken.
Die Damen gehen wieder um 15:00 Uhr, wir Männer beaufsichtigen den Rest der Kinder bis 16:00 Uhr.
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Montag, 26. Juli 2010
Wer geht zur Abschiedsfeier?
Auf der Teamsitzung hat Frau K.L. den Brief von Freitag nochmal vorgelesen. Bereits bei dem drittletzten Satz mit der sehr guten Betreuung fängt Frau A.B. (die wieder da ist, dafür ist jetzt Frau E.T. wieder krank...) stolz zu klatschen an. Frau K.L. schaut und sagt „ja warte mal, da kommt schon noch mehr“ und liest den Lobessatz für Frau S.H. und mich vor.
Dann ging es natürlich angeregt durch Frau A.S. wieder um die Abschiedsfeier für die Schulrektorin am Donnerstag. Frau K.L. meinte, wer denn da überhaupt hinmüsse, sie selbst muss natürlich hin, aber der Rest?!
Frau A.S. meinte sofort, sie selbst müsse auch unbedingt hin, da sie von der Rektorin eine persönliche Einladung bekommen hätte...(die sollten wir eigentlich alle bekommen...)
Für den Rest des 'Teams' wurde alles wie immer ziemlich offen gehalten, weil ja auch jemand im HKH der Kinder wegen bleiben muss. Ich dachte eigentlich, wir würden da alle hingehen, hatte ja deshalb auch schon vor mehreren Wochen den Herrn M.B. und vor zwei Wochen die Frau K.L. auf der Teamsitzung gefragt, ob mich denn da jemand im EDV-Raum, in dem ich eigentlich von 9-14 Uhr bin, vertreten würde.
An der Antwort von Frau K.L. 'das machen wir schon irgendwie' hatte ich allerdings schon gemerkt, dass das wohl nichts werden wird.
Die Teamsitzung bei der Rektorin fand heute nicht statt, weil Lehrerwandertag war. Ich weiss ja nicht, ob sie sich noch auf ihrer Abschiedsfeier von uns verabschieden wollte…
Die Mutter einer bei uns angemeldeten Schülerin hat mich heute auf dem GTB-Handy angerufen, um ihre Tochter zu erlösen. Dabei hat sie mich gefragt, ob denn der Herr M.B. mal erreichbar sei, oder ob der noch Urlaub habe. Sie wollte mal mit ihm darüber reden, wie das ist, sie habe gehört, dass die ganzen Betreuer von diesem Jahr nächstes Jahr nicht mehr da wären...
Die drei Kolleginnen aus R***land verlassen, wie jeden Tag seit der Hitzefrei-Periode, um 15:00 Uhr das HKH.
Dann ging es natürlich angeregt durch Frau A.S. wieder um die Abschiedsfeier für die Schulrektorin am Donnerstag. Frau K.L. meinte, wer denn da überhaupt hinmüsse, sie selbst muss natürlich hin, aber der Rest?!
Frau A.S. meinte sofort, sie selbst müsse auch unbedingt hin, da sie von der Rektorin eine persönliche Einladung bekommen hätte...(die sollten wir eigentlich alle bekommen...)
Für den Rest des 'Teams' wurde alles wie immer ziemlich offen gehalten, weil ja auch jemand im HKH der Kinder wegen bleiben muss. Ich dachte eigentlich, wir würden da alle hingehen, hatte ja deshalb auch schon vor mehreren Wochen den Herrn M.B. und vor zwei Wochen die Frau K.L. auf der Teamsitzung gefragt, ob mich denn da jemand im EDV-Raum, in dem ich eigentlich von 9-14 Uhr bin, vertreten würde.
An der Antwort von Frau K.L. 'das machen wir schon irgendwie' hatte ich allerdings schon gemerkt, dass das wohl nichts werden wird.
Die Teamsitzung bei der Rektorin fand heute nicht statt, weil Lehrerwandertag war. Ich weiss ja nicht, ob sie sich noch auf ihrer Abschiedsfeier von uns verabschieden wollte…
Die Mutter einer bei uns angemeldeten Schülerin hat mich heute auf dem GTB-Handy angerufen, um ihre Tochter zu erlösen. Dabei hat sie mich gefragt, ob denn der Herr M.B. mal erreichbar sei, oder ob der noch Urlaub habe. Sie wollte mal mit ihm darüber reden, wie das ist, sie habe gehört, dass die ganzen Betreuer von diesem Jahr nächstes Jahr nicht mehr da wären...
Die drei Kolleginnen aus R***land verlassen, wie jeden Tag seit der Hitzefrei-Periode, um 15:00 Uhr das HKH.
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Freitag, 23. Juli 2010
Dickes Lob durch Eltern
Da ich gestern von 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr im SLZ im Hauptgebäude arbeite, Frau E.T. jedoch um 09:30 Uhr Lunchpakete an eine Klasse verteilen muss, die einen Ausflug macht, hatte ich mit Frau E.T. verabredet, dass ich auf dem Weg ins SLZ das HKH aufsperre. Ich komme also um 08:50 Uhr ins HKH. Die Tür ist offen, da der Maler da ist. Weil ich zuerst jedoch niemanden sehe, gehe ich hoch in die Küche. Hier steht Frau M.S. und isst gemütlich ein Brot. Nach einer kurzen Plauderei gehe ich wieder.
Gestern war wieder Hitzefrei. Um 15:00 Uhr sind Frau A.S. und Frau E.T. wieder ohne Kinder aus der Kühle ihres Schülercafés gekommen. Frau E.T. ist sofort heim gefahren und Frau A.S. hat sich offenbar, wie ich um 15:40 Uhr feststellen konnte, sofort wieder zu Frau K.L. ins Büro gesetzt, um auf sie wegen ihrer Verlängerung einzuwirken.
Scheinbar sind sie mit diesem Gespräch nicht fertig geworden, denn gestern, als ich mit Herrn J.B. und Frau A.S. im Büro saß, kam Frau K.L. herein, redete irgendwas mit uns und sagte zu Frau A.S., dass sie jetzt dann Zeit hätte für das Gespräch. Sie setzten sich rüber ins Konferenzzimmer.
Ich habe mich nicht weiter drum gekümmert und einige Dinge erledigt, musste öfter mal zwischen Büro und Teamraum (Das Wohnzimmer der russischen Damen, wo mein Schreibtisch steht) hin- und her pendeln. Als ich gerade zum Kopierer wollte, kam Frau K.L. aus dem Konferenzzimmer und sagte mir, ich solle einmal mitkommen, sie müsse uns was zeigen, wo wir eh schon gerade bei der Lobhudelei (oder so ähnlich) sind.
(Herr K.B. hat mir heute erzählt, dass er einem Telefonat zwischen Frau K.L. und scheinbar dem AGH-E - Koordinatoren der Beschäftigungsgesellschaft, beigewohnt hat, aus dem hervorging, dass man der Frau A.S. offenbar vorschlagen will, eine Verlängerung zu bekommen - für weniger Geld.)
Wir gingen also ins Büro, wo Frau A.S. und Herr J.B. saßen und Frau K.L. las einen Brief von den Eltern eines bei uns angemeldeten Schülers vor, in welchem sie sich am Schluss für die sehr gute Betreuung, besonders durch Frau S.H. und mich, bedanken. Danach klatschte sie (Frau A.S. und Herr J.B. klatschten mit) und sagte so etwas wie 'Darauf kannst Du Dir was einbilden' oder so ähnlich. Ich freute mich natürlich auch, klopfte mir kräftig auf die Schulter und sagte dann trocken zu Frau K.L., dass vielleicht besser der Chef dieser Beschäftigungsgesellschaft diesen Brief zur Kenntnis nehmen sollte.
Gestern war wieder Hitzefrei. Um 15:00 Uhr sind Frau A.S. und Frau E.T. wieder ohne Kinder aus der Kühle ihres Schülercafés gekommen. Frau E.T. ist sofort heim gefahren und Frau A.S. hat sich offenbar, wie ich um 15:40 Uhr feststellen konnte, sofort wieder zu Frau K.L. ins Büro gesetzt, um auf sie wegen ihrer Verlängerung einzuwirken.
Scheinbar sind sie mit diesem Gespräch nicht fertig geworden, denn gestern, als ich mit Herrn J.B. und Frau A.S. im Büro saß, kam Frau K.L. herein, redete irgendwas mit uns und sagte zu Frau A.S., dass sie jetzt dann Zeit hätte für das Gespräch. Sie setzten sich rüber ins Konferenzzimmer.
Ich habe mich nicht weiter drum gekümmert und einige Dinge erledigt, musste öfter mal zwischen Büro und Teamraum (Das Wohnzimmer der russischen Damen, wo mein Schreibtisch steht) hin- und her pendeln. Als ich gerade zum Kopierer wollte, kam Frau K.L. aus dem Konferenzzimmer und sagte mir, ich solle einmal mitkommen, sie müsse uns was zeigen, wo wir eh schon gerade bei der Lobhudelei (oder so ähnlich) sind.
(Herr K.B. hat mir heute erzählt, dass er einem Telefonat zwischen Frau K.L. und scheinbar dem AGH-E - Koordinatoren der Beschäftigungsgesellschaft, beigewohnt hat, aus dem hervorging, dass man der Frau A.S. offenbar vorschlagen will, eine Verlängerung zu bekommen - für weniger Geld.)
Wir gingen also ins Büro, wo Frau A.S. und Herr J.B. saßen und Frau K.L. las einen Brief von den Eltern eines bei uns angemeldeten Schülers vor, in welchem sie sich am Schluss für die sehr gute Betreuung, besonders durch Frau S.H. und mich, bedanken. Danach klatschte sie (Frau A.S. und Herr J.B. klatschten mit) und sagte so etwas wie 'Darauf kannst Du Dir was einbilden' oder so ähnlich. Ich freute mich natürlich auch, klopfte mir kräftig auf die Schulter und sagte dann trocken zu Frau K.L., dass vielleicht besser der Chef dieser Beschäftigungsgesellschaft diesen Brief zur Kenntnis nehmen sollte.
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Mittwoch, 21. Juli 2010
Im Zweifelsfall ist Hitzefrei
Bin heute von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr im SLZ (VIBA-Projekt).
Ca. zwischen 10:30 Uhr und 11:00 Uhr kommt Herr R.K. (er ist hier, um seine Krankmeldung abzugeben). Er hat, wie am Montag auf der Teamsitzung besprochen, einige Binden für den GTB-Erste-Hilfe-Kasten gekauft. Da er bis 05. August krank geschrieben ist und ich ihn somit erst nach den Ferien wieder sehen werde, gehe ich schnell hoch, um aus der Kasse das von ihm ausgelegte Geld zu holen. Ich muss im Sekretariat wechseln lassen. Während ich mit der Kollegin im Sekretariat kommuniziere, kommt Frau A.S. herein und fragt nur kurz, ob die Schule angerufen hat wegen Hitzefrei. Die Sekretärin verneint die Frage, also ist nach Meinung von Frau A.S. kein Hitzefrei.
Um ca. 11:40 Uhr treffe ich während einer Rauchpause den Herrn K.B., der gerade zur Schule hinüber geht, da er eine Klasse in die Kantine begleiten muss. Er hatte sich in der Schule erkundigt und erfahren, dass Hitzefrei ist.
Um kurz nach 12:00 Uhr bin ich im HKH. Hier sitzt nur Frau S.H. mit ca. 10 Kindern. Herr J.B. ist heute nicht da, da seine Tochter operiert wird. Ich räume die Spülmaschine vom „Gesunden Frühstück“ aus, lasse den Korb in der Küche stehen.
Gegen 12:30 kommt Frau M.S. kurz und holt ihre leeren Marmeladengläser. Den Korb lässt sie stehen und geht wieder. Da wir jedoch wegen Hitzefrei um 12:30 essen, kommt sie nach 10 Minuten wieder mit ihren Gläsern, um ihr Mittagessen einzunehmen. Auch Frau A.S. und Frau E.T. treffen gegen 12:30 Uhr zum Essen ein.
Nachdem ich kurz nach 13:00 Uhr die Spülmaschine mit der ersten Ladung in Gang gesetzt hatte, trage ich den Korb von Frau M.S.mit dem Geschirr hinunter und räume es ein. Frau M.S. steht unten und redet längere Zeit mit Frau S.H., die heute ihren letzten Tag hat.
Gegen 13:30 Uhr gehen Frau A.S. und Frau E.T. wieder mit zwei Kindern ins Schülercafé. Die Kinder kommen bald wieder ins HKH bzw. auf den Schulhof, Frau A.S. und Frau E.T. kommen um 15:00 Uhr zurück, um dann in das Hauptgebäude zu gehen.
Nach 14:00 Uhr ruft Frau K.L. auf dem GTB-Handy an, will wissen, wie es so läuft. Ich sage ihr, dass soweit alles ok ist, dass jedoch Herr K.V. heute noch nicht aufgetaucht ist und auch niemand im Team etwas von ihm weiss. Ich frage sie, ob sie etwas weiss, ob er evtl. krank ist, das wäre wichtig für mich zu wissen, da er lt. Absprache in der Teamsitzung von Montag morgen die Küchendienstvertretung für mich machen wollte. Frau K.L. sagt mir, dass sie ihn sofort anrufen werde. Er kam dann gegen 14:45 für ca. eine halbe Stunde, hat einem Schüler gesagt, dass er immer die ganze Nacht online ist.
Ca. zwischen 10:30 Uhr und 11:00 Uhr kommt Herr R.K. (er ist hier, um seine Krankmeldung abzugeben). Er hat, wie am Montag auf der Teamsitzung besprochen, einige Binden für den GTB-Erste-Hilfe-Kasten gekauft. Da er bis 05. August krank geschrieben ist und ich ihn somit erst nach den Ferien wieder sehen werde, gehe ich schnell hoch, um aus der Kasse das von ihm ausgelegte Geld zu holen. Ich muss im Sekretariat wechseln lassen. Während ich mit der Kollegin im Sekretariat kommuniziere, kommt Frau A.S. herein und fragt nur kurz, ob die Schule angerufen hat wegen Hitzefrei. Die Sekretärin verneint die Frage, also ist nach Meinung von Frau A.S. kein Hitzefrei.
Um ca. 11:40 Uhr treffe ich während einer Rauchpause den Herrn K.B., der gerade zur Schule hinüber geht, da er eine Klasse in die Kantine begleiten muss. Er hatte sich in der Schule erkundigt und erfahren, dass Hitzefrei ist.
Um kurz nach 12:00 Uhr bin ich im HKH. Hier sitzt nur Frau S.H. mit ca. 10 Kindern. Herr J.B. ist heute nicht da, da seine Tochter operiert wird. Ich räume die Spülmaschine vom „Gesunden Frühstück“ aus, lasse den Korb in der Küche stehen.
Gegen 12:30 kommt Frau M.S. kurz und holt ihre leeren Marmeladengläser. Den Korb lässt sie stehen und geht wieder. Da wir jedoch wegen Hitzefrei um 12:30 essen, kommt sie nach 10 Minuten wieder mit ihren Gläsern, um ihr Mittagessen einzunehmen. Auch Frau A.S. und Frau E.T. treffen gegen 12:30 Uhr zum Essen ein.
Nachdem ich kurz nach 13:00 Uhr die Spülmaschine mit der ersten Ladung in Gang gesetzt hatte, trage ich den Korb von Frau M.S.mit dem Geschirr hinunter und räume es ein. Frau M.S. steht unten und redet längere Zeit mit Frau S.H., die heute ihren letzten Tag hat.
Gegen 13:30 Uhr gehen Frau A.S. und Frau E.T. wieder mit zwei Kindern ins Schülercafé. Die Kinder kommen bald wieder ins HKH bzw. auf den Schulhof, Frau A.S. und Frau E.T. kommen um 15:00 Uhr zurück, um dann in das Hauptgebäude zu gehen.
Nach 14:00 Uhr ruft Frau K.L. auf dem GTB-Handy an, will wissen, wie es so läuft. Ich sage ihr, dass soweit alles ok ist, dass jedoch Herr K.V. heute noch nicht aufgetaucht ist und auch niemand im Team etwas von ihm weiss. Ich frage sie, ob sie etwas weiss, ob er evtl. krank ist, das wäre wichtig für mich zu wissen, da er lt. Absprache in der Teamsitzung von Montag morgen die Küchendienstvertretung für mich machen wollte. Frau K.L. sagt mir, dass sie ihn sofort anrufen werde. Er kam dann gegen 14:45 für ca. eine halbe Stunde, hat einem Schüler gesagt, dass er immer die ganze Nacht online ist.
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Dienstag, 20. Juli 2010
Nicht mehr dabei
Herr M.B. hat seit gestern Urlaub, Frau A.B. hat sich gestern krank gemeldet.
Der neue Mitarbeiter Herr R.K. hat sich gestern beim Fußball spielen mit den Kids im nahe gelegenen Park so stark verletzt, dass er sich auch krank melden musste.
Heute stellte sich eine vermeintlich neue Mitarbeiterin bei Frau K.L. vor. Während ich mit Frau S.H. und Frau A.S. im Büro sitze, kommt Frau K.L. mit dieser Dame herein und stellt uns vor: „Das ist Frau S.H., die wird nächstes Jahr nicht mehr dabei sein, das ist Herr A.M., der auch nicht mehr dabei sein wird und das ist Frau Sebastian, die eventuell noch dabei sein wird.“
Der neue Mitarbeiter Herr R.K. hat sich gestern beim Fußball spielen mit den Kids im nahe gelegenen Park so stark verletzt, dass er sich auch krank melden musste.
Heute stellte sich eine vermeintlich neue Mitarbeiterin bei Frau K.L. vor. Während ich mit Frau S.H. und Frau A.S. im Büro sitze, kommt Frau K.L. mit dieser Dame herein und stellt uns vor: „Das ist Frau S.H., die wird nächstes Jahr nicht mehr dabei sein, das ist Herr A.M., der auch nicht mehr dabei sein wird und das ist Frau Sebastian, die eventuell noch dabei sein wird.“
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Freitag, 16. Juli 2010
Keine Verlängerung
Im HKH stelle ich fest, dass gestern offenbar alles ok gelaufen ist. Türen und Fenster waren geschlossen, nur das Radio im Klassenzimmer 9c dudelte noch.
Frau K.L. sagte mir in einem kurzen Gespräch (wir haben Kasse gemacht), dass ich höchstwahrscheinlich nicht verlängert werden würde, da die Beschäftigungsgesellschaft im nächsten Schuljahr das OGS/GGS-Projekt hauptsächlich mit Honorarkräften bestreiten will und man mir keine solche Stelle anbieten könne aufgrund der fehlenden Ausbildung. Den §16e-Vertrag wolle man nicht verlängern, da angeblich die Beschäftigungsgesellschaft 25% meines Entgeltes selbst zahlen muss.
- (Nichts mehr übrig von den Worten des Herrn M.B. im April, als er mir sagte, dass ich mir keine Sorgen machen müsse, da der Chef dieser Beschäftigungsgesellschaft bei einem Gespräch mit ihm über den weiteren Verlauf hinter meinem Namen einen Haken gemacht hätte – das hat er mir scheinbar nur erzählt, damit er weiterhin jemanden hat, der die nicht vergebenen und besprochenen Arbeiten in den teilweise von ihm neu eingeführten Projekten wie „Gesundes Frühstück“ erledigt und der die halbstündige Pause bei mehr als 6 Stunden nur auf der AZK eintragen muss, sie aber aus Zeitmangel nicht machen kann, während anderen neuen KollegInnen keinerlei Arbeiten zugeteilt wurden und sie somit von 09:30 Uhr bis 13:00 Uhr Pause machen, um dann in aller Ruhe ihr Mittagessen einnehmen zu können, sich dann auf den Hof setzen und danach in die Hausaufgabenbetreuung verschwinden.) -
Frau K.L. sagte mir in einem kurzen Gespräch (wir haben Kasse gemacht), dass ich höchstwahrscheinlich nicht verlängert werden würde, da die Beschäftigungsgesellschaft im nächsten Schuljahr das OGS/GGS-Projekt hauptsächlich mit Honorarkräften bestreiten will und man mir keine solche Stelle anbieten könne aufgrund der fehlenden Ausbildung. Den §16e-Vertrag wolle man nicht verlängern, da angeblich die Beschäftigungsgesellschaft 25% meines Entgeltes selbst zahlen muss.
- (Nichts mehr übrig von den Worten des Herrn M.B. im April, als er mir sagte, dass ich mir keine Sorgen machen müsse, da der Chef dieser Beschäftigungsgesellschaft bei einem Gespräch mit ihm über den weiteren Verlauf hinter meinem Namen einen Haken gemacht hätte – das hat er mir scheinbar nur erzählt, damit er weiterhin jemanden hat, der die nicht vergebenen und besprochenen Arbeiten in den teilweise von ihm neu eingeführten Projekten wie „Gesundes Frühstück“ erledigt und der die halbstündige Pause bei mehr als 6 Stunden nur auf der AZK eintragen muss, sie aber aus Zeitmangel nicht machen kann, während anderen neuen KollegInnen keinerlei Arbeiten zugeteilt wurden und sie somit von 09:30 Uhr bis 13:00 Uhr Pause machen, um dann in aller Ruhe ihr Mittagessen einnehmen zu können, sich dann auf den Hof setzen und danach in die Hausaufgabenbetreuung verschwinden.) -
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Donnerstag, 15. Juli 2010
Irgend jemand wird es schon machen
Heute ist kein Hitzefrei. Ich bin von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr im VIBA-Projekt.
Herr M.B. war gestern nicht da. Frau A.S. sagt mir heute, dass er sich heute krank gemeldet hätte.
Um 12:25 Uhr gehe ich in meine Pause. Erst zum Netto-Markt, dann in unseren Besprechungsraum im Hauptgebäude. Im Teamraum sitzt Frau E.T. und strickt. Mir fällt auf, dass unser Telefon samt Ladestation aus dem Besprechungsraum entfernt wurde. Frau E.T. sagt mir, dass sie vor einer halben Stunde noch telefoniert hätte und dass sie auch nicht wüsste, wo das Telefon geblieben ist.
Um ca. 12:45 Uhr kommt Frau A.B. in den Teamraum und spricht mit Frau E.T. scheinbar über ihre heutige Belegung der Bastel-Neigungsgruppe, dass sie vier Kinder hätten. Die Küchendienstvertretung, welche Frau A.B. hätte, erwähnen sie nicht. Um 12:50 Uhr gehen sie rüber zum HKH.
Während einer Rauchpause nachmittags treffe ich Frau S.H. auf dem Hof, die mir erzählt, dass sie schon wieder schreien musste, da mittags niemand in der Küche war (Frau A.B. hat wie immer in aller Ruhe ihre Mahlzeit eingenommen) und Frau M.S. sagte, dass oben die Eiswürfel in der Küche herumliegen.
Frau S.H. sagte mir auch, dass sie vergessen hätte, im HKH im Raum der QUAG 9c Türen und Fenster wieder zu schließen (sie hatte den Raum wieder aufgesperrt, um die Kinder unbe-aufsichtigt darin spielen zu lassen). Ich sagte ihr, dass ich heute auch nicht mehr ins HKH gehe und dass normalerweise das Putzteam alles schließen würde.
Herr M.B. war gestern nicht da. Frau A.S. sagt mir heute, dass er sich heute krank gemeldet hätte.
Um 12:25 Uhr gehe ich in meine Pause. Erst zum Netto-Markt, dann in unseren Besprechungsraum im Hauptgebäude. Im Teamraum sitzt Frau E.T. und strickt. Mir fällt auf, dass unser Telefon samt Ladestation aus dem Besprechungsraum entfernt wurde. Frau E.T. sagt mir, dass sie vor einer halben Stunde noch telefoniert hätte und dass sie auch nicht wüsste, wo das Telefon geblieben ist.
Um ca. 12:45 Uhr kommt Frau A.B. in den Teamraum und spricht mit Frau E.T. scheinbar über ihre heutige Belegung der Bastel-Neigungsgruppe, dass sie vier Kinder hätten. Die Küchendienstvertretung, welche Frau A.B. hätte, erwähnen sie nicht. Um 12:50 Uhr gehen sie rüber zum HKH.
Während einer Rauchpause nachmittags treffe ich Frau S.H. auf dem Hof, die mir erzählt, dass sie schon wieder schreien musste, da mittags niemand in der Küche war (Frau A.B. hat wie immer in aller Ruhe ihre Mahlzeit eingenommen) und Frau M.S. sagte, dass oben die Eiswürfel in der Küche herumliegen.
Frau S.H. sagte mir auch, dass sie vergessen hätte, im HKH im Raum der QUAG 9c Türen und Fenster wieder zu schließen (sie hatte den Raum wieder aufgesperrt, um die Kinder unbe-aufsichtigt darin spielen zu lassen). Ich sagte ihr, dass ich heute auch nicht mehr ins HKH gehe und dass normalerweise das Putzteam alles schließen würde.
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Mittwoch, 14. Juli 2010
Hitzefrei für Betreuerinnen?
Frau A.B. ist seit Montag wieder gesund, sie sagt, sie hat am Wochenende in der Pizzeria Dario die Frau A.T.-G. getroffen.
Seit Montag ist Hitzefrei. Frau A.S., Frau A.B. und Frau E.T. verziehen sich jeden Tag ins Schülercafé bzw. in den Physiksaal. Am Dienstag schaue ich ins Schülercafé: zwei Mädels spielen, Frau A.S. sitzt auf der Couch, Frau E.T. sitzt auf der Couch und strickt, Frau A.B. liegt auf der Couch. Die Mädels kommen nach und nach wieder auf den Schulhof, die Damen kommen um 15:30 Uhr, um dann in das Hauptgebäude zu gehen.
Heute ging ich in den Physiksaal, da mich Frau K.L. angerufen hat. Ich soll morgen von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr das SLZ betreuen und muss deshalb Frau A.B. darauf hinweisen, dass sie morgen den Küchendienst fertig machen muss. Die drei Damen sitzen hinten und basteln an der Glückwunschkarte für Frau A.T.-G., in der zweiten Reihe sitzt die Schülerin Vanessa D. und malt.
Seit Montag ist Hitzefrei. Frau A.S., Frau A.B. und Frau E.T. verziehen sich jeden Tag ins Schülercafé bzw. in den Physiksaal. Am Dienstag schaue ich ins Schülercafé: zwei Mädels spielen, Frau A.S. sitzt auf der Couch, Frau E.T. sitzt auf der Couch und strickt, Frau A.B. liegt auf der Couch. Die Mädels kommen nach und nach wieder auf den Schulhof, die Damen kommen um 15:30 Uhr, um dann in das Hauptgebäude zu gehen.
Heute ging ich in den Physiksaal, da mich Frau K.L. angerufen hat. Ich soll morgen von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr das SLZ betreuen und muss deshalb Frau A.B. darauf hinweisen, dass sie morgen den Küchendienst fertig machen muss. Die drei Damen sitzen hinten und basteln an der Glückwunschkarte für Frau A.T.-G., in der zweiten Reihe sitzt die Schülerin Vanessa D. und malt.
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