Freitag, 5. November 2010

Noch kein Zeugnis in Sicht

Heute habe ich mal bei der Beschäftigungsgesellschaft angerufen, bei der ich die letzten zwei Jahre in einer Ganztagesbetreuung für Hauptschüler der 4. - 9. Klasse tätig war (und die Tagesabläufe der letzten Wochen meiner Beschäftigung auf diesem Blog mitprotokolliert habe), um zu fragen, wie weit denn mein Zeugnis inzwischen ist.

Ich hatte diese Beschäftigung begonnen im September 2008 als "Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung" (Eurojob), im März 2009 wurde der Eurojob-Vertrag noch um ein weiteres halbes Jahr verlängert und im August 2009 wurde mir dann angeboten, nochmals für ein Jahr im Rahmen einer sog. §16e-Maßnahme zu verlängern (befristst auf ein Jahr mit Möglichkeit der Verlängerung).

Ich hätte dann eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, sagte man mir damals, und da ich dann als bisher Unerfahrener auf dem Gebiet der Kinderbetreuung ein aussagekräftiges Zeugnis bekommen würde, mit dem ich mich dann bewerben könne, wäre diese Beschäftigung DER Strohhalm, an den ich mich klammern solle, um aus der Hartz-IV-Misere heraus zu kommen. Man verschwieg mir jedoch, dass ich keinen Arbeitslosenversicherungsbeitrag entrichten würde bei dieser Art der Eingliederungsförderung und somit nach mehreren Jahren Arbeit keinerlei Anspruch auf Arbeitslosengeld hätte, sondern wieder in Hartz IV landen werde. Man stellte mir auch in Aussicht, dass dieses Vertragsverhältnis beliebig oft verlängert werden könne und dass ich auf diesem Wege sogar die Möglichkeit hätte, nach einiger Zeit direkt von der Stadt, die ja sozusagen die Oberhoheit über die Beschäftigungsgesellschaft hat, fest angestellt zu werden.

Tja, aus einer weiteren Verlängerung wurde dann nichts, da dem Chef dieser Beschäftigungsgesellschaft die 16e-Kräfte zu teuer waren (!?) trotz Fördergelder der ARGE und trotz Fördergelder der bayerischen Staatsregierung für das Ganztagesbetreuungsprojekt selbst. Somit ist also von dem Strohhalm nicht mehr viel übrig geblieben - ausser dem Zeugnis.

So rief ich also heute nach knapp zwei Monaten bei dem für die Zeugniserstellung zuständigen Mitarbeiter der Beschäftigungsgesellschaft an und erkundigte mich nach dem Fortschritt meines Zeugnisses. Ich wunderte mich schon im September, dass ich dieses überhaupt beantragen muss, denn die Erstellung eines Zeugnisses war ja gerade der Köder, mit welchem ich angeworben wurde, ausserdem war der Job befristet - es musste also jedem Beteiligten in der Führungsebene klar sein, zu welchem Termin ich das Zeugnis benötige. Von einer Gesellschaft, die in Kooperation mit der ARGE Menschen wieder ins Berufsleben integrieren soll, sollte man doch erwarten können, dass sie die Dinge, die der Arbeitslose benötigt, um sich zeitnah wieder bewerben zu können, ebenso ernst nimmt, wie sie der Arbeitslose selbst unter Androhung von Sanktionen ernst zu nehmen hat, oder?

Offenbar nicht. Von dem für die Zeugniserstellung zuständigen Mitarbeiter der Beschäftigungsgesellschaft erfuhr ich heute, dass er von meiner ehemaligen Chefin, der Frau K.L. noch nichts bekommen hätte. In der Regel läuft das nämlich so ab, dass die jeweiligen Projektleiter dem für die Zeugniserstellung zuständigen Mitarbeiter eine schriftliche Beurteilung des Arbeitnehmers zusenden, auf deren Grundlage dieser Mitarbeiter dann ein rechtlich korrektes Zeugnis erstellt.

Frau K.L. hatte mir zwar an meinem letzten Arbeitstag gesagt, dass sie länger als drei Wochen für die Erstellung einer aussagekräftigen Beurteilung benötigen würde, dass daraus jedoch mindestens zwei Monate werden würden, hätte ich nicht gedacht. Bin gespannt, was meine Vermittlerin bei der ARGE davon hält.

Montag, 13. September 2010

Der letzte Arbeitstag ...

... und gleichzeitig mein Geburtstag.

Der Herr R.K., dem ich am Donnerstag erzählt hatte, dass ich heute Geburtstag habe, hat mir schon gratuliert. Ebenso der Herr J.B. und sogar Frau K.L., die das nun scheinbar durch Herrn R.K. erfahren hat, obwohl sie es schon seit Jahren aus meinen Personalunterlagen wissen müsste.

Ich sitze wieder hier unten alleine im Selbstlernzentrum (SLZ) als Aufpasser, oben im Teamzimmer ist jetzt Teamsitzung bei Kaffee und Kuchen (der Herr J.B. hatte am Samstag Geburtstag, da habe ich schon auf einer Glückwunschkarte unterschrieben, die werden sie ihm jetzt überreichen...)- da will man mich aber nicht dabei haben, wie ja schon die ganze Zeit nach meinem Urlaub. Meine Kasse habe ich auch noch keinem übergeben, sollte ich laut Aussage von Frau K.L. am Freitag, heute machen, am liebsten mit dem von mir in Excel entwickeltem Kassenbuch (Ich habe aber gesagt, dass ich das schon gelöscht habe - wäre ja noch schöner, ich soll mir ein Jahr lang anschauen, wie andere ihre Freizeit bezahlt bekommen, während ich ihre Arbeit mache und dann wollen sie zur Verbergung ihrer Inkompetenz auch noch mit meinen Arbeitsergebnissen hausieren gehen...).

Die größte Frechheit ist, dass ich ein Jahr lang von Frau A.S. dazu "genötigt" wurde, Geld für die Geburtstagsgeschenke für sämtliche osteuropäischen Kolleginnen herzugeben, denn solange die Damen oder der Teamchef Herr M.B. Geburtstag hatten, musste natürlich immer ein riesiges Fest aus den Teamsitzungen, auf denen man hätte wichtigere Sachen besprechen müssen, gemacht werden.

Tja - so läuft das: wer nicht arbeitet, wird belohnt - wer arbeitet, wird bestraft. Ich dachte, bei einer Beschäftigungsgesellschaft im Hartz-IV-Bereich würde das ähnlich wie in der freien Wirtschaft laufen, nämlich genau umgekehrt, aber da habe ich wohl falsch gedacht. Diese Beschäftigungsgesellschaften müssen sich ihr Geld ja nicht erwirtschaften, sondern sie bekommen es vom Staat bzw. der Kommune. Und wenn das Geld da ist, braucht man sich um Hartz-IV-Gesetze, Arbeitsrecht und solche Dinge nicht kümmern. Wenn man sich dann als Arbeitnehmer bzw. Maßnahmeteilnehmer beschwert, bekommt man wie ich vor ein paar Monaten von Frau K.L. zu hören, dass man einen sehr stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn habe - und alles läuft weiter wie vorher.

Freitag, 3. September 2010

Wissensweitergabe

Frau K.L. empfing mich heute mit der Bitte, demjenigen, der im kommenden Schuljahr die Projektkasse verwalten wird, nächste Woche zu erklären, wie ich das gemacht habe, da sie das ganz toll fand. Ich sagte ihr, dass ich die wichtigen Sachen übergeben werde, dass aber jeder seinen eigenen Stil entwickeln wird. Mir wurde ja auch nichts erklärt, als ich am Schuljahresbeginn die Kasse übernehmen musste. Ich habe auch meine eigene Methodik entwickelt, um der Sache gerecht zu werden.

Frau K.L. wollte dann noch wissen (zum dritten Mal in der letzten Zeit), wie lange ich denn jetzt noch da bin. Ich sagte ihr wieder, dass am 13. September mein letzter Arbeitstag ist. Die Tatsache, dass dies auch mein Geburtstag ist und mir die Beschäftigungsgesellschaft zu diesem Tag die Nichtverlängerung schenkt, ist ihr scheinbar nach zweijähriger Zusammenarbeit immer noch nicht aufgefallen, denn sie sagte dann, dass es auch sein kann, dass ich diese Übergabe der Kasse dann evtl. am Nachmittag des 13. September machen soll.

Seltsamerweise hat Frau A.B. schon zwei Wochen nach Arbeitsantritt im Februar einen Tag Sonderurlaub für ihren Geburtstag und weitere zwei Wochen später nochmal Sonderurlaub für den Geburtstag ihrer 30jährigen Tochter bekommen - mir wurde in den zwei Jahren nicht einmal gratuliert.

Donnerstag, 2. September 2010

Erster Arbeitstag

Gestern war mein erster Arbeitstag nach dem Sommerferienurlaub. Ich erfuhr von Frau K.L., dass der Herr R.K., der kurz vor den Ferien als AGH-E - Kraft angefangen und nach ca. einer Woche einen Arbeitsunfall hatte, der ihn für mehrere Wochen ausser Gefecht setzte, jetzt einen Teil seines Jahresurlaubs genommen habe. Während meines Urlaubs im August hat Herr R.K., soweit mir bekannt ist, die Aufsicht im unteren EDV-Raum beim VIBA-Projekt gehabt.

Hierzu bin ich nun heute für meine restliche Zeit bis 13. September abkommandiert worden, zusammen mit Herrn J.B., der noch bis Ende September hier ist. Frau K.L. sagte mir, dass Frau A.S. auf Honorarbasis im nächsten Schuljahr weiter arbeiten werde, ob die AGH-M - Kräfte weiter verlängert werden würden, wüsste sie selbst noch nicht.

Wie mit meiner ARGE-Vermittlerin im Urlaub abgesprochen (ich musste im Urlaub nach zwei Jahren Arbeit in der städtischen Beschäftigungsgesellschaft wieder völlig neu ALG II beantragen, da ich wärend des letzten Jahres wegen des hohen Verdienstes in der §16e-Arbeitsgelegenheit aus dem Leistungsbezug geflogen bin, jedoch ohne Einzahlungen in die Arbeitslosenversicherung), fragte ich Frau K.L. dann auch nochmal, ob sie irgendeine Möglichkeit der Verlängerung bzw. Weiterbeschäftigung in einem anderen Vertragsverhältnis für mich sehen würde. Die Antwort war wie schon vor den Ferien, jedoch im Ggs. zum Frühjahr, wo es noch hieß, ich bräuchte mir überhaupt keine Sorgen machen, denn ich würde auf jeden Fall verlängert werden, ein klares "nein", da die Ganztagesbetreuung angeblich ein "Draufzahlgeschäft" für diese Beschäftigungsgesellschaft der Stadt sei.

Ab nächster Woche, wenn Frau A.S. , die wie ich seit Anfang August Urlaub hatte, wieder da ist, möchte Frau K.L. dann mit den vorbereitenden Teamgesprächen beginnen - mit den Mitarbeitern, die weiterhin hier arbeiten werden. Im Ggs. zu ihrer Aussage vor den Ferien sagte Frau K.L. gestern, dass ich bei diesen Gesprächen nicht dabei sein muss, ich solle lieber unten im EDV-Raum meinen Dienst tun.

Da ich gestern dann mit Herrn J.B. sechs Stunden ohne einen einzigen Kunden rumgesessen bin und gesurft habe, habe ich mich entschlossen, mal so nach und nach mein seit Juni begonnenes Protokoll und meine handschriftlichen Aufzeichnungen vom Schuljahresbeginn im September 2009 in dieses Blog zu stellen.

Die Posts werde ich zurück datieren auf die jeweiligen Daten der Aufzeichnung.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Die Damen feiern, die Männer arbeiten

 Heute ist die Abschiedsfeier für die Schulrektorin, zu der ursprünglich das ganze "Team" eingeladen war.

Um 10:20 Uhr kommen Frau K.L. und Herr M.B. unter Aufräumvorwänden kurz ins SLZ, sagen hinsichtlich der Feier jedoch kein Wort zu mir.

Um ca. 12:00 Uhr kommt Herr M.B. rein, sagt zu mir „Wachablösung“ und ich solle ins HKH, da ich den einzigen Schlüssel habe und der Herr K.V. auch noch nicht da sei. Ich gehe ins HKH, lasse die Kinder, die schon warten, herein. Herr J.B. ist nicht da, die Kolleginnen aus R***land sowieso nicht. Die Kinder erzählen mir, dass Herr K.B. in der Aula Kinder ruhig hält, dass sie selbst (die Kinder der 5a) nicht zu der Feier eingeladen seien.

Ca. 12:10 Uhr sehe ich Herrn M.B. wieder über den Schulhof laufen, geht in die Schule, wahrscheinlich in die Aula zur Feier.

Ca. 12:15 Uhr kommt Herr K.V., dem ich mitteile, was ich weiss. Er sagt, dass er auch dachte, dass er zusammen mit einem weiteren Betreuer auf die Kinder im HKH aufpassen soll, dass er aber mit den Kindern, die jetzt da sind, klarkommen würde.

Ich gehe wieder in das SLZ in das Hauptgebäude, um meinen VIBA-Dienst fortzusetzen. Das SLZ ist nicht von einem Betreuer besetzt (von wegen Wachablösung…).

Nach 14:00 Uhr treffe ich beim Essen kaufen für die Pause den Herrn J.B. mit ein paar Kids. Er erzählt mir, dass in der Aula immer noch gefeiert wird, dass dort gerade Essen angeliefert wurde, dass er mit Herrn K.B. und Herrn K.V. die Kids in der GTB betreut. Die drei Männer waren auch mittags mit den Kids in der Kantine (deshalb waren die Kolleginnen aus R***land so stark dafür, heute kein Essen in die GTB liefern zu lassen, denn sonst hätte Frau A.B. ja Küchendienst machen müssen).

Gegen 14:40 Uhr komme ich ins HKH zurück. Frau A.S. steht davor, unterhält sich mit Herrn K.V.. Frau E.T. und Frau A.B. kommen ca. 5min. später, gehen kurz ins HKH, um einige Sachen heraus zu holen, gehen wieder raus, wobei sie sich scheinbar gegenseitig stützen. Gegen 15:00 Uhr gehen dann alle drei Russinnen in das Hauptgebäude. Wir Männer bleiben mit den Kids zurück, Herr K.B. schickt sie jedoch nach und nach heim. Gegen 15:15 Uhr gehen Herr K.B. und Herr K.V. heim, Herr J.B. in das Hauptgebäude, wo auch ich um ca. 15:20 Uhr hingehe.

Frau A.S., Frau E.T. und Frau A.B. geben bei Frau K.L. ihre Schlüssel ab, Frau E.T. und Frau A.B. gehen dann gegen 15:30 Uhr heim. Gegen 15:45 Uhr kommt Frau K.L. ins Büro, wo noch Frau A.S., Herr J.B., Herr M.B. und ich sitzen. Auf die Frage von Frau K.L., wie uns die Feier gefallen hat, berichten dann Frau A.S. und Herr M.B. einige schöne Dinge von der Feier, auf der ja vom Team nur die drei Kolleginnen aus R***land für drei Stunden waren, während die Männer die Arbeit machen mussten, anstatt dass man sich einmal abwechselt. Ich habe dieses Gespräch nicht lange ausgehalten und gehe um 16:00 Uhr.

Mittwoch, 28. Juli 2010

Arbeiten für die anderen?

Nachdem ich morgens bei Herrn M.B. nachgefragt hatte, besorge ich mir über Frau K.L. im Sekretariat einen Vorschuss, damit wir Essen gehen können, was wir dann um 12:30 Uhr auch tun, nachdem Frau A.S. um 12:00 Uhr aufgetaucht ist. Wir setzen uns in ein Thai-Restaurant, obwohl die meisten der Kinder nicht mögen. Die drei Kolleginnen aus R***land natürlich nebeneinander zu dritt in der hintersten Ecke des Gastraumes.

Danach setzen sich die drei Kolleginnen aus R***land wieder zu dritt an ihren Tisch im HKH und unterhalten sich teilweise in ihrer Landessprache, die Männer kümmern sich um die Kinder.

Irgendwann gesellt sich auch Herr M.B. zu ihnen, sie plaudern eine Weile und die Russinnen gehen dann um 15:00 Uhr mit der Erlaubnis von Herrn M.B. heim, der noch lustig hinterher ruft, dass sie trotzdem Arbeitszeit bis 16:00 Uhr in der Arbeitszeitkarte schreiben können.

Gegen 12:00 Uhr kommt Frau M.S. ins HKH, fragt mich, ob ich ihre Spülmaschine schon ausgeräumt habe. Ich verneine und sage ihr, dass wir heute kein Kantinenessen bekommen und es für mich deshalb auch keine Veranlassung gibt, in die Küche zu schauen. Sie sagt noch, dass die Maschine in letzter Zeit öfter nicht ausgeräumt ist, ich wiederhole, dass ich am Donnerstag keinen Küchendienst mache und auch Freitag nicht ins HKH gehe, wenn ich die Warmhaltebehälter schon am Donnerstag gereinigt habe.

Frau M.S. meint dann, dass sie dann jetzt halt die Spülmaschine ausräumt, geht hoch und kommt gleich wieder mit einer leeren Karaffe hinunter, geht zur Schule hinüber.

Als wir gegen 14:00 Uhr vom Thailänder zurückkommen, schaue ich in die Küche, die Spülmaschine ist offen, aber nicht ausgeräumt. Ich lasse die Küche so, wie Frau M.S. sie hinterlassen hat, öffne sie auch nicht für die Kinder, damit alles so bleibt, wie es war.

Dienstag, 27. Juli 2010

R***ische Lehrerinnen an die Macht?!

Ich bekomme mit, dass Frau A.S. davon ausgeht, dass die drei Kolleginnen aus R***land am Donnerstag auf die Abschiedsfeier für die Rektorin gehen – und die Männer für die Kinder im HKH bleiben sollen.

Nachmittags setzen sich die drei Damen wieder in ihre Ecke, die Männer kümmern sich um die Kinder.

Frau A.S. beeinflusst Herrn M.B. dahingehend, morgen ein Abschiedsessen für die Kinder zu geben, also das Kantinenessen abzubestellen und stattdessen zu einer Döner-Bude oder einem Asia-Snack zu gehen. Herr M.B. überlässt ihr die freie Entscheidung. Über Geld redet mit mir, der ich an dem Gespräch nicht beteiligt war, niemand. Daran, dass man vielleicht die Kinder bzw. die Eltern vorher informieren sollte, denkt natürlich auch niemand. Es ist ja inzwischen auch Usus, da die Betreuerinnen um 15:00 Uhr Feierabend machen wollen, die Kinder ohne Wissen der Eltern - es ist kein Hitzefrei - um 15:00 Uhr nach Hause zu schicken.

Die Damen gehen wieder um 15:00 Uhr, wir Männer beaufsichtigen den Rest der Kinder bis 16:00 Uhr.

Montag, 26. Juli 2010

Wer geht zur Abschiedsfeier?

Auf der Teamsitzung hat Frau K.L. den Brief von Freitag nochmal vorgelesen. Bereits bei dem drittletzten Satz mit der sehr guten Betreuung fängt Frau A.B. (die wieder da ist, dafür ist jetzt Frau E.T. wieder krank...) stolz zu klatschen an. Frau K.L. schaut und sagt „ja warte mal, da kommt schon noch mehr“ und liest den Lobessatz für Frau S.H. und mich vor.

Dann ging es natürlich angeregt durch Frau A.S. wieder um die Abschiedsfeier für die Schulrektorin am Donnerstag. Frau K.L. meinte, wer denn da überhaupt hinmüsse, sie selbst muss natürlich hin, aber der Rest?!

Frau A.S. meinte sofort, sie selbst müsse auch unbedingt hin, da sie von der Rektorin eine persönliche Einladung bekommen hätte...(die sollten wir eigentlich alle bekommen...)

Für den Rest des 'Teams' wurde alles wie immer ziemlich offen gehalten, weil ja auch jemand im HKH der Kinder wegen bleiben muss. Ich dachte eigentlich, wir würden da alle hingehen, hatte ja deshalb auch schon vor mehreren Wochen den Herrn M.B. und vor zwei Wochen die Frau K.L. auf der Teamsitzung gefragt, ob mich denn da jemand im EDV-Raum, in dem ich eigentlich von 9-14 Uhr bin, vertreten würde.

An der Antwort von Frau K.L. 'das machen wir schon irgendwie' hatte ich allerdings schon gemerkt, dass das wohl nichts werden wird.

Die Teamsitzung bei der Rektorin fand heute nicht statt, weil Lehrerwandertag war. Ich weiss ja nicht, ob sie sich noch auf ihrer Abschiedsfeier von uns verabschieden wollte…

Die Mutter einer bei uns angemeldeten Schülerin hat mich heute auf dem GTB-Handy angerufen, um ihre Tochter zu erlösen. Dabei hat sie mich gefragt, ob denn der Herr M.B. mal erreichbar sei, oder ob der noch Urlaub habe. Sie wollte mal mit ihm darüber reden, wie das ist, sie habe gehört, dass die ganzen Betreuer von diesem Jahr nächstes Jahr nicht mehr da wären...

Die drei Kolleginnen aus R***land verlassen, wie jeden Tag seit der Hitzefrei-Periode, um 15:00 Uhr das HKH.

Freitag, 23. Juli 2010

Dickes Lob durch Eltern

Da ich gestern von 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr im SLZ im Hauptgebäude arbeite, Frau E.T. jedoch um 09:30 Uhr Lunchpakete an eine Klasse verteilen muss, die einen Ausflug macht, hatte ich mit Frau E.T. verabredet, dass ich auf dem Weg ins SLZ das HKH aufsperre. Ich komme also um 08:50 Uhr ins HKH. Die Tür ist offen, da der Maler da ist. Weil ich zuerst jedoch niemanden sehe, gehe ich hoch in die Küche. Hier steht Frau M.S. und isst gemütlich ein Brot. Nach einer kurzen Plauderei gehe ich wieder.

Gestern war wieder Hitzefrei. Um 15:00 Uhr sind Frau A.S. und Frau E.T. wieder ohne Kinder aus der Kühle ihres Schülercafés gekommen. Frau E.T. ist sofort heim gefahren und Frau A.S. hat sich offenbar, wie ich um 15:40 Uhr feststellen konnte, sofort wieder zu Frau K.L. ins Büro gesetzt, um auf sie wegen ihrer Verlängerung einzuwirken.

Scheinbar sind sie mit diesem Gespräch nicht fertig geworden, denn gestern, als ich mit Herrn J.B. und Frau A.S. im Büro saß, kam Frau K.L. herein, redete irgendwas mit uns und sagte zu Frau A.S., dass sie jetzt dann Zeit hätte für das Gespräch. Sie setzten sich rüber ins Konferenzzimmer.

Ich habe mich nicht weiter drum gekümmert und einige Dinge erledigt, musste öfter mal zwischen Büro und Teamraum (Das Wohnzimmer der russischen Damen, wo mein Schreibtisch steht) hin- und her pendeln. Als ich gerade zum Kopierer wollte, kam Frau K.L. aus dem Konferenzzimmer und sagte mir, ich solle einmal mitkommen, sie müsse uns was zeigen, wo wir eh schon gerade bei der Lobhudelei (oder so ähnlich) sind.

(Herr K.B. hat mir heute erzählt, dass er einem Telefonat zwischen Frau K.L. und scheinbar dem AGH-E - Koordinatoren der Beschäftigungsgesellschaft, beigewohnt hat, aus dem hervorging, dass man der Frau A.S. offenbar vorschlagen will, eine Verlängerung zu bekommen - für weniger Geld.)

Wir gingen also ins Büro, wo Frau A.S. und Herr J.B. saßen und Frau K.L. las einen Brief von den Eltern eines bei uns angemeldeten Schülers vor, in welchem sie sich am Schluss für die sehr gute Betreuung, besonders durch Frau S.H. und mich, bedanken. Danach klatschte sie (Frau A.S. und Herr J.B. klatschten mit) und sagte so etwas wie 'Darauf kannst Du Dir was einbilden' oder so ähnlich. Ich freute mich natürlich auch, klopfte mir kräftig auf die Schulter und sagte dann trocken zu Frau K.L., dass vielleicht besser der Chef dieser Beschäftigungsgesellschaft diesen Brief zur Kenntnis nehmen sollte.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Im Zweifelsfall ist Hitzefrei

Bin heute von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr im SLZ (VIBA-Projekt).

Ca. zwischen 10:30 Uhr und 11:00 Uhr kommt Herr R.K. (er ist hier, um seine Krankmeldung abzugeben). Er hat, wie am Montag auf der Teamsitzung besprochen, einige Binden für den GTB-Erste-Hilfe-Kasten gekauft. Da er bis 05. August krank geschrieben ist und ich ihn somit erst nach den Ferien wieder sehen werde, gehe ich schnell hoch, um aus der Kasse das von ihm ausgelegte Geld zu holen. Ich muss im Sekretariat wechseln lassen. Während ich mit der Kollegin im Sekretariat kommuniziere, kommt Frau A.S. herein und fragt nur kurz, ob die Schule angerufen hat wegen Hitzefrei. Die Sekretärin verneint die Frage, also ist nach Meinung von Frau A.S. kein Hitzefrei.

Um ca. 11:40 Uhr treffe ich während einer Rauchpause den Herrn K.B., der gerade zur Schule hinüber geht, da er eine Klasse in die Kantine begleiten muss. Er hatte sich in der Schule erkundigt und erfahren, dass Hitzefrei ist.

Um kurz nach 12:00 Uhr bin ich im HKH. Hier sitzt nur Frau S.H. mit ca. 10 Kindern. Herr J.B. ist heute nicht da, da seine Tochter operiert wird. Ich räume die Spülmaschine vom „Gesunden Frühstück“ aus, lasse den Korb in der Küche stehen.

Gegen 12:30 kommt Frau M.S. kurz und holt ihre leeren Marmeladengläser. Den Korb lässt sie stehen und geht wieder. Da wir jedoch wegen Hitzefrei um 12:30 essen, kommt sie nach 10 Minuten wieder mit ihren Gläsern, um ihr Mittagessen einzunehmen. Auch Frau A.S. und Frau E.T. treffen gegen 12:30 Uhr zum Essen ein.

Nachdem ich kurz nach 13:00 Uhr die Spülmaschine mit der ersten Ladung in Gang gesetzt hatte, trage ich den Korb von Frau M.S.mit dem Geschirr hinunter und räume es ein. Frau M.S. steht unten und redet längere Zeit mit Frau S.H., die heute ihren letzten Tag hat.

Gegen 13:30 Uhr gehen Frau A.S. und Frau E.T. wieder mit zwei Kindern ins Schülercafé. Die Kinder kommen bald wieder ins HKH bzw. auf den Schulhof, Frau A.S. und Frau E.T. kommen um 15:00 Uhr zurück, um dann in das Hauptgebäude zu gehen.

Nach 14:00 Uhr ruft Frau K.L. auf dem GTB-Handy an, will wissen, wie es so läuft. Ich sage ihr, dass soweit alles ok ist, dass jedoch Herr K.V. heute noch nicht aufgetaucht ist und auch niemand im Team etwas von ihm weiss. Ich frage sie, ob sie etwas weiss, ob er evtl. krank ist, das wäre wichtig für mich zu wissen, da er lt. Absprache in der Teamsitzung von Montag morgen die Küchendienstvertretung für mich machen wollte. Frau K.L. sagt mir, dass sie ihn sofort anrufen werde. Er kam dann gegen 14:45 für ca. eine halbe Stunde, hat einem Schüler gesagt, dass er immer die ganze Nacht online ist.